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i regelt, „Wer hat dich, du schöner Wald
i blasen zu lassen. Es dürfte melodischer
i klingen als sein Getute, und doch ist es nicht
1 die Melodie brandender Weltstadtfluten. —
Es hörte sich vertrauter, herzlicher, putziger
an, aber es wäre eine undenkbare Sentimentalität
.
Bei Geßner wird einem nie die Frage geschenkt
, ob man in dem großen
Berlin sentimental sein dürfe.
Muß man, wenn man aus stillen
Bergen, aus schönem Wald und
von friedlichen Aeckern kommt,
alles, was einem im Grund der
Seele wert war, wie einen alten
Kittel von sich abstreifen, wenn
man in die große Steinwüste
springt? Muß man ihr sich ganz
und völlig ausliefern? Wenn man
herrschen, dieses Ungetüm von
Riesenstadt unter seine Fäuste
bringen will, wird es wohl nicht
anders gehen. Aber so viele,
die die Herrschaft nicht an sich
zu reißen vermögen, und die noch
weniger als irgend ein Niemand
mit dem Troß trotten wollen, bringen's nicht
fertig. Sie bleiben sich treu, auch wenn sie von der
1 lauten Regsamkeit ein bißchen abseits gestellt
1 werden; sie hängen sich über den Großvater-
' stuhl die bebänderte Laute und leisten sich
den Luxus, zart und weich von Gemüt zu sein.
Es kann aus solchem Festhangen ja viel lieb-
I liehe Schönheit quellen, und gerade Geßner
j wäre der Beweis dafür: was er in und um
| Berlin gemacht hat, war ja immer von so lieb-
I licher Elegie.
I *
I Er baut sich in Cladow an der Havel, der
Pfaueninsel des dritten Friedrich Wilhelm
gegenüber, ein kleines Sommerhäuschen. Ganz
1 bescheiden und doch schön soll es werden.
\ Was das steinerne Berlin dem Menschen der
| Berge und der Wälder schuldig bleiben mußte,
| das will er sich und seinen Kindern der Natur
) da draußen für ein paar Sommermonate ab-
) trotzen. Wie alle, die solche Flucht unter-
| nehmen, treibt wohl auch ihn der Wunsch,
/ sich da gegenüber den Wohnungsnöten der
l Großstadt ein heimliches Idyll zu schaffen.
( Es treibt die Lust, Träumereien stiller Muße-
\ stunden Gestalt zu geben.
) Er wählt ein Grundstück am Wasser, weniger
) weil ihn das Wasser selbst lockte, sondern weil
) er da auch in der Ebene die Weite, den Fern-
) blick haben kann. „Guckegönne" ist der poe-
' tisch klingende Name, der für diese kleine haus guckegönne:
I Welt erfunden wird. Und so gibt es noch gartenplan
arch.albert gessner
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