Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 28. Band.1913
Seite: 425
(PDF, 180 MB)
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LANDHAUS IN NIEDERPÖCKING AM STARNBERGER SEE

Türmchens,das da obennocheinhübschesErker-
zimmer einschließt. Größere Giebelaufbauten
zwischen flankierenden Mansardfenstern finden
sich an der Nord- und Südseite des Daches.
Die Räume hier wurden zu Dienerschaftswohnungen
komfortabel ausgebaut, wie auch
das Kellergeschoß zu Wirtschaftsräumen bis
zum letzten Winkel genützt wurde. An der
Südseite führt vom Garten her eine Freitreppe
zu einer Terrasse und zu den Salons des ersten
Stockwerks empor; an der Nordseite trägt die
stattliche Einfahrtshalle, deren rechteckige
Pfeiler direkt auf der Umfassungsmauer des
Grundstücks ruhen, einen sehr geräumigen
Balkon. So haben die beiden Stockwerke ihre
Verbindung mit der freien Luft.

Blickt man von der Straße her zwischen
den Säulen jener Einfahrtshalle durch, so präsentiert
sich dem Auge aufs vorteilhafteste
der eigenartige Bau der Remise. Hier ist
wieder einmal die Notwendigkeit die Mutter
einer guten Idee gewesen. Die baupolizeilichen
Vorschriften erlaubten für diesen an die Nachbargrundstücke
stoßenden Bau nur eine beschränkte
Höhenentwicklung. Um nun für das
Stroh- und Futtermagazin, das im Remisen-
dache unterzubringen war, möglichst viel Raum
zu gewinnen, gab Th. Veil diesem Dache eine

gewölbte Form; die schiefergedeckte, halbkreisförmige
Stirnwand dieses runden Daches,
das hier ein Stück weit über die Tore vorgezogen
und von Säulen getragen ist,—es galt da auch einen
gedeckten Platz zum Reinigen der Equipagen zu
gewinnen — gewährt nun mit allem Drum und
Dran einen überaus gefälligen Anblick. Das gilt
auch von dem anstoßenden Stallgebäude mit
seinem malerisch wirkenden Schieferpanzer.

Von den Innenräumen war es besonders
die Diele, in der die Architekten ihren dekorativen
Geschmack bekunden konnten, der
auch hier auf einfache Vornehmheit gerichtet
war. Der hohe Raum ist sehr hell, mit dunklem
Sockel ausgestattet; die Wände sind durch
zierliches Leistenwerk gegliedert, und schön
kassettierte Türen, sowie eine Treppe mit eigenartig
erfundenem und prächtig gearbeitetem
Geländer verleihen ihm allen Schmuck.

Die zweite Arbeit der Herren Veil und Herms,
von der hier kurz die Rede sein soll, besteht
in der Neuausstattung eines alten Landhauses
in Niederpöcking am Starnberger See. An dem
Aeußeren des im typischen „Schweizerstil" errichteten
Landhauses, das zwischen herrlichen
alten Bäumen von einer Uferterrasse auf den
schönsten aller bayerischen Seen hinausblickt,
wurde nichts Wesentliches geändert. Die

Dekorative Kunst. XVI. 9. Juni 1913

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