http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_28_1913/0569
Salons und des Damenzimmers. Hier schaltet
der Geschmack des entwerfenden Künstlers
Theodor Veil in kapriziösen Formen und Farben
. Im Wintergarten an der Südostecke des
Gebäudes genießt man den herrlichen Anblick
der Hintersteiner und Hindelanger Berge mit
dem hell blinkenden Immenstadt im Mittelgrund
und dem idyllischen Alpsee davor, dessen grünblaue
Oberfläche der Nordwest kräuselt.
Durch das gewölbte vornehme Speisezimmer
, das durch eine Anrichte direkt und durch
einen Speiseaufzug mit der Küche und den
Wirtschaftsräumen im Souterrain in Verbindung
steht, erreicht man wieder die Diele und von
hier aus auf einer bequemen Treppe die hellen
Schlaf- und Wohnräume des Obergeschosses,
auf der Nebentreppe im Türmchen das Dachgeschoß
mit den Fremdenzimmern. Eine ganze
Summe von Arbeit, Können und Geschmack
ist in diesem Werk vereinigt; Bauherr, Architekt
und Werkstätten haben hier vorbildlich
zusammengewirkt, um innerhalb eines Jahres
eine Anlage zu schaffen, die unbestritten eine
Zierde der ganzen Gegend, mehr noch, eine
Krönung der herrlichen Natur durch Menschenhand
geworden ist. R. A. Linhof
arch. karl surber n kaminecke im herrenzimmer
Ii)
ausführung: m. ballin, münchen
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