Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 28. Band.1913
Seite: 518
(PDF, 180 MB)
Startseite des Bandes
Zugehörige Bände
Varia

  (z. B.: IV, 145, xii)



Lizenz: Public Domain Mark 1.0
Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_28_1913/0608
joh. Vincenz Cissarz □ Dekoratiües Gemälde im Intendantenzimmer des Kgl. Hoftheaters Stuttgart (T9T2)

hatte. 5o fand Cissarz, angeregt durch die
neuen Verhaltnisse, auch neue Aufgaben in
Hülle und fülle. Eine nie Dersagende Phantasie,
ein bestimmt ausgeprägtes Gefühl für das, roas
man in der Zeit des künstlerischen Gärungsprozesses
gerade brauchen konnte, und endlich
ein reiches Wissen und Können halfen ihm, sich
mit Leichtigkeit auch hier die gebührende Position
zu erringen. Alles, roas nur irgendroie
in das roeite Gebiet des ICunstgeroerbes fiel,
fand in ihm einen allzeit begeisterungsfähigen
Interpreten und Reorganisator, den künstlerische
Intuition und erlesener Geschmack leitete. Kronleuchter
, Kassetten, Drucksachen, Textilarbeiten,
ja selbst Möbel rourden entroorfen, und als
man dann begann, dem Äußeren und Inneren
des Buches roieder die gebührende Aufmerksamkeit
zu schenken, da stand Cissarz roieder
in den Dordersten Reihen derer, die das künstlerische
Geroand des Buches zu einer heiligen
Mission machten. Das ausgesprochene Feinempfinden
für die Verroendbarkeit des jeroeiligen
Materials, der, das muß immer roieder betont
roerden, kultiüierte Geschmack, und die daraus
sich ergebenden Schönheiten der Verhältnisse
, die Harmonie der Linien und Ornamente,
die Delikatesse der färben brachten immer
roieder Neues, Beroundernsroertes zustande. Und
ehrliche Anerkennung und Berounderung ist Cissarz
in größtem Maße zuteil geroorden. Man
sah, daß hier ein aus sich heraus entroickeltes
Können Don seltsam Dielseitiger Eigenart am
Werke mar, sah, roie auch der einfachste Buchdeckel
aus gleichen ästhetischen Prinzipien entstanden
roar, roie eine prunkoolle Huldigungsadresse
, roie der Einband zu einem Maler-
Klassiker oder das Gehäuse eines Pianinos.
3a auch hieran hat sich Cissarz Dersucht und
hat aus Holz, Metall und Edelsteinen ein Ganzes
Don großer Schönheit geschaffen. Aber roeit
über das auch der Kunst dienende Instrument
hinroeg hat er auch ganze Wohnungen eingerichtet
und sie auf jenen roohltuenden, einheitlichen
Ton abgestimmt, der dem Komfort unserer
Zeit die besondere Note Derleiht.

Inmitten all des kuroenreichen Auf und Nieder,
der künstlerischen Kämpfe und Erfolge roar Cissarz
im Jahre T906 Dom Verein der roürttem-

5TS


Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_28_1913/0608