Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 28. Band.1913
Seite: 552
(PDF, 180 MB)
Startseite des Bandes
Zugehörige Bände
Varia

  (z. B.: IV, 145, xii)



Lizenz: Public Domain Mark 1.0
Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_28_1913/0648
MAX HEI DR ICH-PADERBORN □ WI NT ERGARTEN IM HAUS POLICH-STADLER El TORSO VON WALTER KNIEBE-DÜSSELDORF

Ausführung der Korbmöbel: Derichs & Sauerteig, Coburg

verfügen. — Im Erdgeschoß befinden sich noch
ein dem Speisezimmer vorgelagerter Wintergarten
(Abb. S. 552) und eine Garderobe.

Im Obergeschoß wiederholt sich die Diele,
die nun ganz den Charakter eines Wohnraumes
erhalten hat und mit ihrer Wandtäfelung aus
geätzter Kiefer, die durch schwarze Buchenleisten
geteilt wird, einen sehr anheimelnden,
freundlichen Eindruck hervorruft, der durch
die grün und rot gemusterten Möbelbezüge
und die grün-rot-weißen Rosetten des oberen
Wandfrieses noch gehoben wird (Abb. S. 554/5).
Das erste Stockwerk ist meines Erachtens,
um dies gleich vorweg zu nehmen, Heidrich
am besten gelungen. Ich möchte nicht anstehen
, diese oberen Zimmer, von denen nur
einige abgebildet werden konnten, als das der
Qualität nach überhaupt Beste der ganzen
Ausstellung zu bezeichnen. Uneingeschränktes
Lob verdienen vor allem das Schlafzimmer
mit dem Ankleidezimmer, das Zimmer der
Hausfrau und die Gästezimmer. Hier fühlt man
9 an jedem Stück die Freude des Künstlers nach,
& die er bei der Arbeit des Komponierens gehabt
^ hat. Hier ist er auf seiner ureigensten Domäne.

Während man im Untergeschoß das Gefühl
nicht unterdrücken kann, als hätte es stellenweise
Versuchszwecken dienen sollen, ist oben
alles bis in das kleinste ausgereiftes, sich
seiner selbstbewußtes Können.

Vor allem ist das Zimmer der Hausfrau zu
nennen in hochglänzender Nußbaum-Maser mit
Schnitzerei-Umrahmungen aus Makassar-Eben-
holz, eine dem Material nach preziöse, den Formen
nach vornehm elegante Arbeit (Abb. S. 553).
Ihm schließt sich gleichwertig das Schlafzimmer
mit dem Ankleidezimmer an, beide in mattpoliertem
Pyramidenmahagoni, dessen Tönung
und Maserung in den schönen, leicht geschwungenen
Flächen prachtvoll wirkt, diskret von
dem Terrakotta und Rosa der Polsterbezüge
begleitet wird und so vor dem zurückhaltenden
dunkelgrauen und schwarzen Wandstoff ausgezeichnet
zur Geltung kommt.

Zwei Beispiele vornehm und komfortabel
ausgestatteter Gästezimmer sind des weiteren
zu beachten, das eine für Damen in Kirschbaumholz
mit Umrahmungen aus indischem
Palisander, stumpfrot- und gelbgemusterten Bezügen
und einem Bodenbelag in Altgold, Grün

552


Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_28_1913/0648