Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 29. Band.1914
Seite: 421
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lieh, die einheimischen und benachbarten Schulen vertreten
. Die große wechselnde Kollektiv-Sonderausstellung
hat diesmal der bekannte glänzende, repräsentative
Porträtist und Figurenmaler Prof. kaspar RiT-
ter-Karlsruhe übernommen, der dieselbe auch mit
einem halben hundert seiner besten, vorzugsweise
modernsten Werke in vorzüglicher Weise ausgestattet
hat. Von der sehr reichhaltig und trefflich
vertretenen Karlsruher Schule nennen wir: hans
thoma mit drei neuen Werken, darunter eine sehr
intime „Ansicht von Säkkingen", SchöNLEBER, von
Volkmann, Trübner mit zwei prächtigen flotten
„Motiven aus Stift Neuburg bei Heidelberg", stein-
hausen, Dill, Fehr, Hellwag, Egler, Schinne-
rer, Greve-Lindau, Hempfing, Kath. Osthoff,
nagel, Goehler, Luntz, Oertel und die talentvollen
Trübnerschüler: Coste, guntermann, HA-
gemann, Gräber, Goebel und Sprung, sowie Hans
Reeger, und die Thomaschüler Gebhard, Hans
Schroedter und Vincenz Czerny, um nur die wichtigsten
hier kurz hervorzuheben, denn wir müßten
sonst nahezu die gesamte Künstlerschaft Karlsruhes
hier aufführen. Die Münchener Malerei repräsentieren
glänzend: Leo Putz mit zwei seiner bekannen,
entzückenden „Weiblichen Akte", Karl Caspar
und seine talentvolle Gattin marie Caspar-Filser
mit koloristisch bedeutsamen Werken, StrüTZEL,

RlEMERSCHMID, v. PETERSEN, thöny, ed. ZIMMERmann
und der Blumenmaler Hummel, die Berliner:
Gallhof und Corinth mit flotten Figurenszenen
in ihrer bekannten geistvollen Art, sowie dora
HiTZ, die Dresdener: Ferd. dorsch, der sich koloristisch
immer mehr vervollkommnet, der bekannte
hans Unger in gleicher Weise, sowie die Landschafter
buchwald-Z innwald und robert sterl
mit einer brillant gemalten „Ariadne auf Naxos".
Aus Stuttgart nennen wir den talentvollen Lumi-
nisten Amandus Faure, Robert Haug und aus
Düsseldorf G. v. Bochmann, Hambuchen, Junghanns
, Heinrich Hermanns und den Impressionisten
MAX Stern. Besonders reichhaltig und gewählt
repräsentiertsich wiederum die nachbarliche geistesverwandte
Straßburger Kunst, die in sehr erfreulichem
Aufschwung begriffen ist; hier nennen wir
vor allem den feinen, intimen Figurenschilderer
H. beecke, der ganz eigene aparte Wege wandelt,
ferner Daubner, Th. Haas, Sabine Hackenschmidt
, Hüber, Blumer sowie Stosskopf, um
nur die bekanntesten Namen der Elsässer Schule
hier hervorzuheben. —

Besonders reichhaltig und hochinteressant ist
diesmal die umfangreiche graphische Abteilung ausgefallen
. Allen voran eine große, sehr vielseitige
Sonderkollektion des bekannten Stuttgarter Meisters
Bernhard Pankok, dann meisterhafte Blätter von
Orlik, Hans Meid, Slevogt, Corinth und Max
Liebermann, Gulbransson, Melzer, Käte Kollwitz
, Schinnerer, Greve-Lindau und den Karlsruhern
: Kupferscheidt, Ruppert, E. I. Hofmann,
W. Link, Zabotin, Marie Lesser-Knapp, Pfef-

ferle, anheisser, riedel, goebel, P. kusche,

Hellwag, Kornhas, Luntz, Kampmann und besonders
die trefflichen ausdrucksvollen Holzschnitte,
teilweise auch in Farben, von K. F. Zähringer-
Baden-Baden, der in einem geistvollen „Don Quixote-
Zyklus" ganz hervorragendes hierin leistet. —

Auch die Plastik in fast jeder ihrer vielfachen
Gattungen ist diesmal in der Ausstellung bedeutsam
vertreten. So die Karlsruher Künstler: Volz mit
einer charaktervollen Beethovenbüste, Schliessler,
Sauer, Feist, Jörg, Albiker, Rosin, Sieferle,
Kolmar, Dietrich, Schädler, Moest, Hügel

th. stundl

zukunft

Wiener Künstlerhaus-Ausstellung 1914

sowie Vierthaler, ebenfalls mit tüchtigen Plaketten.
Dann der talentvolle Stuttgarter Bredow, der ganz
moderne Wilh. Lehmbruck, der Frankfurter Paul
Seiler, der Münchner Willy Zügel mit seinen
trefflichen Tierplastiken und hoetger-Darmstadt
mit seinen prächtigen Majolikafiguren.

BERLINER AUSSTELLUNGEN

Das Kgl. Kupferstichkabinett hat eine Ausstellung
von Farbendrucken zusammengestellt, die einen
ausgezeichneten Ueberblick über die Entwickelung
dieses Zweiges der Graphik gibt und Arbeiten von

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