Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 29. Band.1914
Seite: 555
(PDF, 175 MB)
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tendarstellungen wie über- )
| haupt kriegerische Motive zu
| allen Zeiten in der Kunst eine
| so große Rolle gespielt haben,
I ist der, daß sich hier dem
' Künstler mehr wie sonst ir-
' gendwo die Gelegenheit bietet
, menschliche Körper be-
i kleidet oder unbekleidet in
I den mannigfachsten Stellun-
I gen und Bewegungen zu schil-
I dern. Gerade das aber hat
1 immer als eine der interessan-
1 testen und größten, allerdings
[ auch schwierigsten Aufgaben
der Kunst gegolten.

Man wird bei der Darstellung
kriegerischer Szenen von
Anfang an zwischen Schilderungen
unterscheiden müssen,
deren Zweck es ist, ein möglichst
genaues Wirklichkeitsabbild
einer Schlacht, eines
Gefechtes oder irgend einer
anderen geschichtlichen militärischen
Aktion zu geben,
und zwischen solchen, bei
denen nicht an ein bestimmtes
, historisches Ereignis gedacht
ist, sondern die nur
ganz allgemein ein Bild des
Krieges an sich, des Kampfes
der Parteien geben wollen.
Der größte Teil der überaus
zahlreichen Schlachtenmotive
und Kampfdarstellungen des
Altertums wird, auch wenn
eine Inschrift auf eine historische
Schlacht verweist, vom
künstlerischen Standpunkt aus
unter diese zweite Kategorie
einzureihen sein. Das gilt von
den typisierenden ägyptischen
und assyrischen Wandmalereien
ebenso wie von den
mehr individualisierenden Reliefs
, Giebelgruppen usw. der
Griechen und Römer. Immer
ist hier der Kampf als ein Mittel
zur Vernichtung des Gegners
, hauptsächlich aber als
ein Spiel der Kräfte dargestellt,
das den Körper erst in seiner
vollen Schönheit zeigt. (Die
Kunst, schön zu sterben, gehörte
ja gewissermaßen zu den
„Lehrfächern" der Schule der
Alten.) Hin und wieder finden

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