Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 30. Band.1914
Seite: 152
(PDF, 184 MB)
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ALBERT SCHLOPSNIES-MÜNCHEN

Ausführung: Margarete Steiff, G.m.b.H.

WEICHGESTOPFTE STOFF-PUPPEN
Giengen a. d. Brenz

um sich zu haben, die in abgewogenen Formen
zu seinem Körper und zu seiner Seele stimmen
. Aber zuweilen wird das Kind zu schöpferischen
Anwandlungen nach eigenen dunklen
Gesetzen getrieben. Sie setzen den wohlgemeinten
Bestrebungen der Erwachsenen einen
Widerstand entgegen, über den zuviele noch
sich wundern. Mag es sich um ein deutsches
oder französisches Kind handeln, man gebe
ihm das künstlerisch einwandfreieste Spielzeug
— oft genug kann man beobachten: es
wird zwar, wenn es
wohlerzogen ist, sich
sehr höflich bedanken
; kaum allein gelassen
aber stellt es
das Geschenk beiseite
. Selbst aber
macht es sich aus einem
Stück Pappdek-
kel, einem Fetzen
Stoff, ein wenig Leim
und ein paar Nägeln
dann ein Spielzeug
, über das es sich
„himmlisch" amüsiert
, und schlägt
so allen tiefsinnigen
Kind- und Kunstpädagogen
respektlos
ein Schnippchen. martin guelliot

ALBERT DrEYFUS Aus der Ausstellung „L'art pour

Warum wir über diese Ausstellung so ausführlich
berichten und die Pariser Puppen
publizieren, die dem, was wir unter „Kunst für
das Kind" verstehen, doch so gar nicht entsprechen
? Weil nichts lehrreicher ist als der Vergleich
. Sieht man die Modepüppchen vonMme La-
fitte-Desirat, die nicht etwa für die Vitrine bestimmtsind
, sondern allen Ernstes Spielzeug für
Kinderhände sein sollen, neben den köstlich frischen
Kaulitzpuppen, den herzigen pausbackigen
Babys von Frau Käthe Kruse oder der lustigen,

bunten Gesellschaft
der Steiffschen Stoffpuppen
, so kann sich
jeder leicht selbst

sagen.

wo mit mehr

pariser puppen

l'enfance" im Musee Galliera

Liebe und besserem
Verständnis Kindern
gegebenwird,wonach
ihr Herz verlangt.Und
weil dieLeitungdieser
Ausstellung vor dem
deutschen Spielzeug
warnen zu müssen
glaubte, schien es uns
nicht überflüssig, in
diesem Zusammenhang
einiges von den
deutschen Arbeiten
zu zeigen, die sie so
ängstlich davon ferngehalten
hat. l. d.

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