Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 30. Band.1914
Seite: 170
(PDF, 184 MB)
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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_30_1914/0214
Ausführung dieses Werks erfolgte als Abschluß
der eigentlichen Wiederherstellungsarbeiten im
Staatsauftrag. Als Gegenstand der Darstellung
wurde die Himmelfahrt Mariä bestimmt. Vier
Karlsruher Künstler wurden zu einem engeren
Wettbewerb aufgefordert. Auf Grund des von
ihm eingereichten Entwurfes übertrugen die
Preisrichter Walther Georgi die Ausführung.

Die Basis für die formale Gestaltung des
Deckenbildes war natürlich die architektonisch
gegebene Fläche: der Kreis. Darnach hat
Georgi seine Komposition aus zwei Bewegungen
heraus entwickelt: eine vom Mittelpunkt des
Kreises nach außen und eine von außen nach
dem Mittelpunkt. Der Hauptträger der ersten
Bewegung ist Christus, der von der Mitte (dem
Himmel) seiner Mutter entgegeneilt; der der
zweiten Maria, die von der Erde zum Himmel

aufsteigt. In dem Zusammentreffen dieser beiden
Gestalten erhält das Bild gegenständlich
und künstlerisch seinen Hauptteil. Die Gestalt
des Christus, dem ein durch die Bewegung ausgebreiteter
Mantel eine wuchtige Masse gibt,
wird von einem kranzartigen Reigen von kindlichen
Engeln umgeben, in den die Figur der
Maria einschneidet. So wird der Kreis als
Grundlage der Komposition nochmals betont.

Zwei Reihen begleitender Gruppen füllen
den äußern Kreis der Kuppelfläche: Apostel
und Engel. In ihrer räumlichen Verteilung,
deren Gleichgewicht auch durch den Gegensatz
der Farbe markiert ist, fassen sie das Ineinandergreifen
der beiden Hauptbewegungen
und ihren Ausgleich zum Kreis nochmals zusammen
. Für die Verteilung der Farben im
Bilde war auch das vorherrschende Gelb der

1
I

WALTHER GEORGI,
KARLSRUHE

STUDIE ZU DEN
APOSTELN

170


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