Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 30. Band.1914
Seite: 378
(PDF, 184 MB)
Startseite des Bandes
Zugehörige Bände
Varia

  (z. B.: IV, 145, xii)



Lizenz: Public Domain Mark 1.0
Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_30_1914/0448
JOSEF HOFFMANN-WIEN

GLÄSER MIT BRONZIT-DEKOR

Ausführung: J. & L. Lobmeyr, Wien

i

geistige Zentralstellen geschaffen wurden, von
welchen die Anregungen, die Einflüsse ausgehen.

Jene zielbewußte Energie, die unbeirrt von
rein merkantilen Forderungen, die künstlerische
und technische Vervollkommnung anstrebt,
hat bewiesen, daß die in letzter Zeit ganz von
der Massenproduktion verdorbene Glasveredelung
auf neuen Wegen zu schöner Blüte
geführt werden kann.

Allerdings ist der alte Weg der Herstellung
verlassen worden. Die Wünsche einzelner
Verleger sind nicht mehr maßgebend, und es
bleibt dem Handwerker nicht mehr der große
Spielraum, aus der rohen Form zu schaffen,
was ihn freut.
Die künstlerische
Einflußnahme
ist der
leitendeGeist.
In den Laboratorien
und
Werkstätten
werden neue
Verfahren und
neue Wirkungenersonnen
.
Man baut auf
den alten Erfahrungen
auf
undweiterund
läßt sich von
neuzeitlichen
Arbeitsprinzipien
leiten.

V

URBAN JANKE-WIEN b BLUMENSCHALE MIT BRONZIT-DEKOR
Ausführung: J. & L. Lobmeyr, Wien

Schon seit längerer Zeit ist der schwere
Kristallschliff neu belebt worden. Früher wurde
der scharfkantige Schnitt, das Zerlegen der
Flächen durch geflechtartige Muster, „das Stein-
deln" zum hauptsächlichen Schmuck verwendet
, endlos variiert und endlich durch Pressen
und Gießen der Formen vorbereitet oder auch
imitiert. Jetzt hat man von künstlerischer
Seite ganz andere Absichten verwirklicht. Die
edle Reinheit und der hohe Glanz des heute
so vollkommen herstellbaren Kristallglases wurden
mit Hilfe schöner Formgebung zu voller
Wirkunggebracht. An weichgeschwungenen, fein
profilierten Gefäßformen von oft ansehnlicher

Größe, an Bechern
, Pokalen
, Schüsseln
wurde
der Schliffda-
zu benutzt,
den Glanz der
Oberfläche,
die Präzision
des Umrisses
vollkomm en
zu machen.
Die Qualität
des Materials
ermöglichte
ganz schwere
Formen, die
eines monumentalen
Zuges
nicht ent-

rrTi rwj2 nm nrv* w\

l i x x x >

iAAi kkAJ ikAi kiLAi IAA'

_ iAAä kAAJ

.©/@ q/q) @\9

378


Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_30_1914/0448