Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 30. Band.1914
Seite: 505
(PDF, 184 MB)
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ARCH. HERMANN MUTHESIUS-NIKOLASSEE

AUS DEM GARTEN DES HAUSES HUFFMANN

HAUS HUFFMANN IN COTTBUS

Für das Haus stand im Norden der Stadt
Cottbus ein Bauplatz von 34 m Front und
82 m Tiefe mit einer südlichen Straßenfront
zur Verfügung. Dem Bauplatz gegenüber erhebt
sich der große und hohe Gebäudekomplex
des Schullehrerseminars. Schon dieser Umstand
, noch mehr aber die Erwägung, daß das
Haus einen gut besonnten Garten vor seiner
südlichen Wohnfront haben solle, führten zu
dem Vorschlage, das Haus ganz zurück, bis
nahe an die rückwärtige Grenze zu rücken.
Als Kompromiß zwischen dem Rate des Architekten
und der widerstrebenden Ansicht des
Bauherrn ist dann eine Mittellage gewählt
worden, wie sie auf dem Gartenplan (Abb. S. 506)
ersichtlich ist. Sie gestattet eben noch die Anlage
eines Blumengartens im Süden, der größere
Garten liegt jedoch im Norden. Dieser nördliche
Garten entwickelt sich in der Hauptachse
des Hauses im wesentlichen als Rasen- und
Laubgarten. Ein Rasenplatz nimmt die Mitte
ein, links und rechts sind Obst- und Beerenpflanzungen
angelegt, nach der Hintergrenze
ist das Nachbargelände durch Laubbäume und
Sträucher abgedeckt. In der Nordostecke ist
noch ein Spielplatz für die Kinder gewonnen.

Den Uebergang des rückwärtigen Gartens
zum Hause vermittelt die Hausterrasse, die
hier im Halbkreis herausgebaut ist. Sie umgibt
auch die Ost- und Südseite des Hauses und
hebt so das ganze Plateau, auf dem das Haus
steht, um etwa 60 cm empor. Dadurch erhält
das Haus nicht nur eine freie, luftige Lage,
sondern es ist auch die große Annehmlichkeit
erreicht, daß man, ohne Stufen zu überwinden,
aus den Zimmern ins Freie treten kann. Dies
kann vom Wohnzimmer und vom Eßzimmer
aus geschehen.

Bei der verhältnismäßig schmalen Front des
Bauplatzes lag die Gefahr nahe, daß die Häuser
sich gegenseitig stören. Glücklicherweise wurde
das westliche Nachbargrundstück mit dem Huff-
mannschen gleichzeitig bebaut, und das Haus
wurde weit von der Grenze weggerückt. Die
östlich sich anschließenden Häuser treten aber
bis zur üblichen Bauwichbreite heran. Um eine
Trennung herbeizuführen, ist die Terrasse an
dieser Seite durch eine Pergola begrenzt, die
auf einer bis zur Höhe von 1,50 m geschlossenen
Pfeilermauer steht und einen völligen Abschluß
gegen das Nachbargrundstück darstellt. An der
vorderen Ecke endet die Pergola in einem Tee-

Dekorative Kunst. XVII. n. August 1914

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