http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_30_1914/0594
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sich ermöglichen ließ, die durch den achteckigen
Erker unregelmäßig gewordene Deckenform
ungezwungen zu füllen. Die Kassetten
haben eine Kantenbemalung mit einem Schablonenornament
erhalten. Die aus Perlschnüren
gebildeten Beleuchtungskörper passen sich dem
Gesamlcharakter des Zimmers an.
Die untere Halle hat weißes Paneel an Wand
und Decke, die obere ist mit einer Tonne überwölbt
und mit einem schablonierten Kantenfries
verziert. Alle Räume des Obergeschosses
haben Linoleumbelag und sind mit Wachsfarbe
gestrichen. Eine Schablonenbemalung, die sich
dem gewählten Stoff anpaßt, hilft über die sonst
zu fürchtende Eintönigkeit hinweg.
Im Aeußeren präsentiert sich der Bau als
schlichter weißer Putzbau mit glattem roten
Ziegeldach. Charakteristisch in der Wirkung
ist die im Obergeschoß um das ganze Haus
herumlaufende Reihe gleichmäßiger Fenster
und Fensterläden, die die Form eines Frieses
annimmt. Die Fenster haben Sprossenteilung,
bis auf die Erdgeschoßfenster des südlichen
Gebäudevorsprungs. Der Sockel, die Terrassenmauern
und das Eingangsportal sind in sächsischem
gelben Sandstein gebildet. h. m.
' ARCH. HERMANN MUTHESIUS 13 HAUS HUFFMANN: FRÜH STÜCKS ERKER IM SPEISEZIMMER
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