Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 30. Band.1914
Seite: 547
(PDF, 184 MB)
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KARL ALBIKER-ETTLINGEN

BRUNNEN-FIGUR

Ausführung in Steinzeug: Villeroy & Boch, Mettlach

rationen zeigen wollte, aber sich häufig mit
so billigen Arrangements von Suppen-Würfel-
Attrapen u. a. zufrieden gab, daß sich ein Ladenbesitzer
an der Hohen Straße ihrer schämen
würde. Auch die Lage der verschiedenen
Restaurants zu einander ist nicht günstig.
Und die Auseinanderzerrung der Verkehrshalle
und der Fabrik scheint mir keinesfalls
sehr sinngemäß. Gut ist das Niederrheinische
Dorf im Ausstellungsganzen und in der Lage
der einzelnen Bauten zu einander angeordnet.
Es lobt seinen Meister, den Essener Georg
Metzendorf, der in diese für eine innerdeutsche
Ansiedelungspolitik geschmackvoll
propagierende, halb dörfliche, halb arbeiter-
koloniehafte Anlage alle seine reichen Erfahrungen
, die er im Dienste Kruppscher
Arbeiter-Ansiedelungspolitik sammelte, glücklich
hineinbaute . . .

Der etwas lehrhafte Zug, der sich im Deutschen
Werkbund bemerkbar macht, kommt in
einigen Veranstaltungen der Ausstellung drastisch
zum Ausdruck. Die „Farbenschau" ist

dafür besonders charakteristisch. Der Vater
dieses Gedankens ist Professor Deneken. Es
galt, sagt er, die Farbe, wie sie in der Natur
erscheint, wie sie in der Technik verarbeitet
wird, und wie sie in Kunst und Leben zur
Geltung kommt, in einer vielgliedrigen Vorführung
zur Anschauung zu bringen. Man
findet also Blumen, Mineralien und farbenfrohe
Erscheinungen des Tierreichs. Und man
sieht daneben, was die deutsche chemische
Industrie den Naturfarben an Produkten gegenüberzustellen
hat, wie die Textilindustrie natürliche
Farben-Ensembles, die der angeschliffene
Achat, der Schmetterlingsflügel, das Gefieder
des Tukan u. a. darbieten, zu interessanten
Seidengeweben verwendet, wie die Schmuckstein
-Industrie die Naturfarbe des edlen und
halbedlen Steins dem Schmuck der Frau dienstbar
macht. Das ist sehr interessant und ergötzlich
, und es gibt keinen Widerspruch dagegen
. Der kann indessen nicht ausbleiben,
wenn uns das „Deutsche Museum für Kunst
in Handel und Gewerbe" in Hagen in seiner

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