Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 31. Band.1915
Seite: 341
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MAX LIEBERMANN HUSARENOBERST

Mit Genehmigung von Paul Cassirer, Berlin

lassen, erkennt man wieder einmal, wie sehr
solche persönliche Leistungen den vollkommensten
mechanischen Reproduktionen überlegen
sind. Köpping stellte seine Kunst auch
in den Dienst neuerer Maler und da bedauert
man, daß der Meister, bei dem seine Reproduktionskunst
das Höchste leistete, Munkäcsy
und nicht Leibi oder Trübner hieß. Daß Köpping
auch als Maler eine leichte, lockere
Hand besaß, beweisen ein paar flott hingemalte
Oelskizzen, die in blassen Tönen gehalten sind.
Die kräftigste Bildwirkung erzielte er mit der
Ansicht eines Gartens mit einem Kohlbeet.

Zwei Säle sind mit Zeichnungen und Skizzen
angefüllt, die Ludwig Dettmann, Hugo Vogel,
Max Fabian und Fritz Rhein von den Kriegsschauplätzen
eingesandt haben. Die 100 Blätter,

die Dettmann im Osten ausführte, wirken am
stärksten, da der Künstler die Kriegsszenen
ganz sachlich wiedergegeben hat. Oft ist es
nur der mit unbestechlicher Treue festgehaltene
grausige Gegenstand, der den Betrachter
in seinen Bann zieht. Es sind aber auch Blätter
da, die beweisen, daß Dettmann für den neuen
Inhalt dieses Krieges eine neue, wirkungsvolle
Form fand, die mit der landläufiger Schlachtenbilder
nichts mehr gemein hat. Umgekehrt
liegt der Fall bei Fritz Rhein. Der Künstler
steht als Offizier im Felde; aus seinen guten
Blättern spricht aber nur der Maler. Wenn
er Einzelgruppen festhält, so tut er es um
irgendeines zeichnerischen Effektes willen und
in der Landschaft fesseln ihn auch im Krieg
vorwiegend zarte malerische Erscheinungen,

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