Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 31. Band.1915
Seite: 342
(PDF, 131 MB)
Startseite des Bandes
Zugehörige Bände
Varia

  (z. B.: IV, 145, xii)



Lizenz: Public Domain Mark 1.0
Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_31_1915/0404
die er mit sicherer Hand leicht und duftig
wiedergibt. Hugo Vogels Hindenburgbild-
nisse und Ulrich Hübners temperamentvolle
Oelskizze „Abfahrt der Torpedoboote am
28. Juli 1914 in Travemünde" weisen des weiteren
auf den Krieg hin, den man in den übrigen
friedlichen Ausstellungssälen fast vergißt.

und Maultiere mit hohen Packsätteln, von Ungarn
und Ruthenen hinaufgeführt; kolonnenweise
sieht man sie in dem ziemlich kahlen,
verschneiten Gebirge hintereinander hinaufziehen
. — Kanonen mit 16 Pferden bespannt
erklettern ruckweise diese natürlichen Festungen
. Wenn man selber in aufgebrauchter Kraft

MAX SLEVOGT

BILDNIS DES GENERALS VON WENNINGER

Mit Genehmigung des Verlages von Bruno Cassirer, Berlin

EIN BRIEF AUS DEN KARPATHEN

Von Heinrich Vogeler-Worpswede

Schon mehrere Male im März hatte der Föhn
versucht, den Frühling in den Karpathen zu
erwecken. Die schmalen Pionierwege im meterhohen
Schnee hatte er in unergründliche
Schlammströme verwandelt, durch die sich
täglich Hunderte von Tragtieren mit Munition
und Proviant zu den steilen Kämmen, den
Stellungen unserer Truppen, hinaufarbeiten
mußten. Meist sind es kleine zähe Bergpferde

auf diesen Steilhöhen plötzlich die Geschütze
in Stellung sah, schien es einen unfaßlich,
wie sie hier herauf geschafft wurden. Schon
hatten russische Schrapnells, die die Tragtierkolonnen
beunruhigten, angezeigt, daß die Russen
nicht ohne Kenntnis dieser gefährlichen Nachbarschaft
geblieben waren. Vor dem Aufstieg
in einem einsamen wilden Tal standen versteckt
drei österreichische Mörser, die im pfeifenden
Bogen ihre Geschosse in die russischen Schützengräben
sandten; gelbflammend sah man sie
oben auf der Rundkuppe zwischen den zer-

342


Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_31_1915/0404