Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 32. Band.1915
Seite: 45
(PDF, 109 MB)
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ARCH. HERMANN MUTHES1US

:HAUS DRYANDER: BLUMENGARTEN

im Untergeschoß, ebenso die sehr reichlichen
Vorratskeller, wie sie zu einem Gutshause
gehören. Dies war deshalb gut möglich, weil
an der Nordseite ein versenkter Küchenhof
eingerichtet werden konnte, der mit den anschließenden
Untergeschoßräumen beinahe
ebenerdig liegt. Im Erdgeschoß (Abb. S. 43)
wurde zunächst ein Zimmer des Herrn, von
genügender räumlicher und repräsentativer
Größe verlangt. Es sollte einen Erker erhalten,
von dem aus der ganze Gutshof leicht überblickt
werden konnte. In diesem Erker sollte
der Schreibtisch des Herrn stehen, so daß er
arbeitend den Blick über den Gutshof schweifen
lassen und den Betrieb beobachten konnte. Dies
bestimmte die im Grundriß ersichtliche Lage
des Herrenzimmers. Ihm zur Seite und zugleich
günstig zum Hauseingange und zum Wirtschafts-
hof liegt das Zimmer des Sekretärs. Es ist
direkt vom Windfang aus zugänglich für Besuche
rein geschäftlicher Art.

Eine zweite Hauptforderung war, bei Jagdgesellschaften
, die ja im Landleben eine nicht
unbedeutende Rolle spielen, für möglichst viele
Personen Tischplätze zu schaffen. Da es sich

nicht darum handeln konnte, einen großen
Speisesaal anzulegen, mußte zu dem Hilfsmittel
gegriffen werden, zwei große Räume durch eine
derart große Oeffnung miteinander zu verbinden
, daß bei besonderen Fällen ein Durchdecken
möglich war. Diese Verbindung ist
zwischen Eßzimmer und Halle geschaffen worden
. Es können an einer durch beide Räume
reichenden Tafel gut 40 bis 45 Personen Platz
finden. Für den täglichen kleineren Familienkreis
ist in einem Erker des Eßzimmers ein
Platz vorgesehen, der einen Ausblick auf die
Gärten gewährt. Im Sommer kann in der anschließenden
Terrassenlaube gegessen werden.

Die Halle, die man vom Windfang aus in
ihrer Längsachse betritt, ist ein stattlicher Raum,
dessen Raumwirkung durch einen Erker gehoben
wird. Dieser Erker ist als Kaminerker
gedacht (der Kamin soll erst später eingebaut
werden). Die Halle ist, wie die Abbildungen
auf Seite 46 und 48 zeigen, bis an die Decke
mit Eichenpaneel versehen. Das anschließende
Wohnzimmer ist ganz einfach gehalten. Es
hat seinen Hauptreiz in einem großen, sich halbrund
herausstreckenden Blumenzimmer, das mit

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