Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 32. Band.1915
Seite: 112
(PDF, 109 MB)
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des Gebäudes und jede Seitenansicht ein erfreuliches
, aber natürlich schlichter gehaltenes
architektonisches Bild.

Der Rundgang durch das Innere der Ge-
bäulichkeiten wird am besten im Vestibül des
Schul- und Verwaltungsgebäudes angetreten.
Das graziöse Portal an der Schwarzstraße leitet
in einen Raum, der auf die matte Tönung
der Farben Grüngrau und Rot gestimmt ist.

RICHARD BERNDL

Schwarzbraune Bänke an den Wänden, ein
schlichter Beleuchtungskörper an der Decke,
Reliefs von Hermann Neppel und die beiden
wuchtigen Stiftertafeln in Untersberger Marmor
von satter rotbrauner Farbe bestimmen das
Raumensemble. Vom Vestibül führen einige
Stufen empor zum Erdgeschoß-Korridor, der in
unaufdringlichem Mattgelb gehalten ist. Im Erdgeschoß
selbst sind ausschließlich Schulräume

von reichlichen Ausmaßen
und in einer
ganz auf das Praktische
eingestellten Ausstattung
untergebracht.
Durch ein weißes Treppenhaus
, dessen klarer
Kühle durch ein ovales
dekoratives Bild
von G. G. Klemm ein
farbenfreudiges Element
geselltist, gelangt
man in das Obergeschoß
, wo die in der
Farbenzusammenstim-
mung ausgezeichnet
gelungene^ Bibliothek,
der in edlen Materialwirkungen
prangende
Präsidialsitzungssaal
mit den Porträts des
Kaisers und des Erzherzogs
Eugen, Werken
des Wiener Malers
Brüch, ferner
verschiedene Verwal-
tungs- undProberäume
um den prächtig klaren
, liebevoll angeordneten
Korridor gruppiert
sind. Die künstlerisch
bedeutendste
Raumschöpfung aber
ist in diesem Bauteil
der sogenannte Wiener
Saal.

Sein Entstehen ist
baugeschichtlich nicht
ohne Interesse.ImBau-
programm war der Saal
nicht vorgesehen.Oder
wenigstens nicht in
seiner gegenwärtigen
Gestalt und Bestimmung
, es war vielmehr
von einem großen
„Probesaal" für Schulzwecke
mit Orgel, Klavier
und Probebühne,

MOZARTEUM: DETAIL AUS DEM GROSZEN FESTSAAL

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