Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 32. Band.1915
Seite: 133
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RUDOLF SCHIESTL

RADIERUNG

seinem künstlerischen und graphischen Stil
das Persönliche gibt. Auch Guido Stella
(München) über dessen künstlerisches Schaffen
wir vor nicht allzulanger Zeit ausführlich berichtet
haben (siehe unseren Aufsatz im Juniheft
1914) fehlt nicht unter den Künstlern, denen
wir reizvolle Arbeiten auf diesem Gebiete
verdanken. Ein phantasievoller Graphiker, der
neben der Radierung
auch den Holzschnitt
und andere originalgraphische
Techniken
beherrscht, ist der
Basler Fritz Mock.
Und daß ihm zu allem
übrigen noch der Humor
jederzeit zu Gebote
steht, wird man
gewiß zu schätzen
wissen. Ein anderer
Schweizer Radierer,
Emil Anner, dessen
feine und klare Strichführung
der Art der
alten Stecher nicht
ferne steht, ist in
der Hauptsache Landschafter
, und zwar einer
von jenen, die
sich kaum genugtun
können im ehrfürchtig-
getreuenNachschaffen

jeder kleinsten Ein- Ignatius taschner

zelheit. Gleich ihm haben viele andere Landschafter
bewiesen, daß als Neujahrswunsch
ein hübsches Naturmotiv recht gut am Platze
sein kann; und es braucht nicht einmal immer
ein Wintermotiv zu sein. Der Stuttgarter Radierer
Felix Hollenberg (nebenbei bemerkt,
ein Graphiker, der längst weit bekannter zu sein
verdiente als er es leider bis heute ist) hat

schon wiederholt für
sich und andere Neujahrskarten
mit Landschaften
radiert, deren
schlichte Wahrheit
und derenSachlichkeit,
ohne Nüchternheit, etwas
unmittelbar Ueber-
zeugendes haben. Und
noch ein (ebenfalls
kaum gekannter) Basler
Künstler, Alfred
Peter, hatausschließ-
lich Landschaften für
seine Neujahrswünsche
(wie für seine
zahlreichen Exlibris)
gewählt. Nur ist er
kein Radierer, sondern
ein Holzschneider
, und wir danken
ihm — ohne Ueber-
treibung — die zartesten
, mehrfarbigen,
Zeichnung aquarellähnlichen Ori-

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