Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 32. Band.1915
Seite: 145
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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_32_1915/0187
Das Obergeschoß, welches in der Neben- burger Hohlkehle,die mehrfach charakteristisch
treppe einen eigenen Aufgang besitzt, kann angewendet wurde. Mancherlei Details, als die
mit seiner Küche, seinem geräumigen Wohn- schön gearbeiteten Fenstervorgitter, die Eckzimmer
, den verschiedenen Schlafräumen mit laternen, die Sonnenuhr verstärken den rei-
Bad und dem Kinderspielzimmer auch von chen und liebenswürdigen Eindruck der Ge-
einer Familie für sich bewohnt werden. Es samtanlage.

besitzt überdies einen fast umlaufenden Balkon Von den Nebengebäuden erhielt das Wirt-
und eine Loggia mit Seeblick; im Mansardge- schaftsgebäude einen Dachreiter mit der orts-
schoß wurden weitere Fremdenzimmer und üblichen Hausglocke, der Gartenpavillon eine
5 Dienerschaftsräume unter liebevoller Aus- grün patinierte Schindeldachung mit geschin-
nutzung aller Winkel eingebaut. deltem Knauf, das Bootshaus ein grau gestri-
Im Aeußeren des Hauses mußte, wie bereits chenes Schindeldach, wobei die gleiche Farbe
oben angedeutet, dem Wunsche des Bauherrn auch für die Schalung der Blockwände ver-
nach einem heiteren und lebhaften Eindruck, wendet wurde, um zu vermeiden, daß das unver-
nach „der Feder am Hut", sowie nach reich- hältnismäßig ausgedehnte Gebäude im Landlicher
Verwendung von Holz Rechnung getra- schaftsbild allzusehr hervortritt. Es sei noch er-
gen werden. Der Gefahr eines unruhigen Ge- wähnt, daß der Gartenpavillon, der im Innern ein
samteindruckes wurde durch einen möglichst stuckiertes mehrfach gebrochenes Gewölbe erstreng
symmetrischen Aufbau sowie durch hielt, für 18—20 Personen bequem Platz bietet,
hellen Anstrich aller Holzteile nach Möglich- Bei der Ausstattung der Innenräume er-
keit entgegengearbeitet. Im einzelnen sei die hielt jeder Raum sein individuelles Gepräge,
Blendarkadenstellung im Erdgeschoß, für deren wobei alle Einrichtungsgegenstände einschließ-
Pfeiler der schöne Salzburger Konglomerat- lieh der Beleuchtungskörper, der Kokosmatten,
stein verwendet werden konnte, und der durch der Teppiche und insbesondere der reich und
Schindelung an das Dach gebundene Giebel vielfältig gestalteten Oefen mit dem Räume
der Rückfront erwähnt; ferner die große Salz- entworfen und nach Originalzeichnungen an-

J. H. ROSENTHAL-MÜNCHEN HAUS SL1WINSKI: DACHZIMMER

Dekorative Kunst. XVITI. 5. Februar 1915

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