Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 32. Band.1915
Seite: 179
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ARCHITEKT ALBERT GESSNER

WILHELMSHORST: HAUS IMMER

DIE GESCHICHTE EINES HOLLÄNDISCHEN
STADTBILDES

Unter diesem Titel ist im Verlag von Martinus
Nijhoff im Haag ein Werk von Dr. Max Eisler
erschienen, das der Stadt Ruisdaels und der
Hille Bobbe, dem ehrenfesten Haarlem am Spaarne,
gilt und in mehrfacher Beziehung ein Novum in der
kunsthistorischen Literatur ist. Es ist mir fürs erste
nicht erinnerlich, daß eine städtebauliche Monographie
ihren Stoffkreis mit solch eminenter Konsequenz
von den geschichtlichen Anfängen bis in
die allerjüngste Vergangenheit hinein ausschöpft
und so gewissermaßen auch für aktuelle Städtebaufragen
das Prinzip kunsthistorischer Beurteilung
zur Anwendung bringt. Fürs andere ist hier der
gelungene Versuch gewagt, die bauliche Entwicklung
einer Stadt als den Ausfluß der gesamten
Kultur hinzustellen und das in wissenschaftlicher

Exaktheit mit ausgezeichnet ausgewählten Dokumenten
zu belegen: wurde bisher ein solcher Versuch
gemacht, so geschah er ganz unwissenschaftlich
und spontan — in Eislers Werk dagegen herrscht
in jeder Zeile ein begeisterter Wille zur Wissenschaft
, und der Erfolg bleibt diesem Willen nicht
versagt. Besonders reizvoll ist der zweite Abschnitt
des Buches „Die Blüte des Stadtbildes im
Zeitalter Lieven de Keys", das die kulturellen
Zustände eines blühenden holländischen Gemeinwesens
um die Wende des 16. und 17. Jahrhunderts
außerordentlich lebendig schildert und auf diesen
reichbewegten, üppigen Hintergrund Gestalt und
Künstlertum des großen Städtebaumeisters lebendig
werden läßt. Die beigegebenen Dokumente erhöhen
den wissenschaftlichen Wert des Werkes, während
die Abbildungen, zumeist Reproduktionen interessanter
und wenig bekannter Architekturstücke holländischer
Maler des 17. Jahrhunderts dem Buch zur
anmutigen Zier werden. G.J.W.

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