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PAUL MEBES-BERLIN
ineinandergreift, so ergibt sich bei dieser Disposition
ein Haus fast ohne Vertikalverkehr.
In der Regel vollzieht sich jedenfalls der Arbeitsbetrieb
innerhalb einer Etage, so daß über
die Zahl der von der Baupolizei vorgeschriebenen
Treppenanlagen nicht hinausgegangen zu
werden brauchte. Die zwei Haupttreppen für
den Personalverkehr, die ihre natürliche Ergänzung
in den im Haus verstreuten Fahrstühlen
haben, münden, die eine neben dem Personaleingang
, von den beiden Straßenflügeln aus in
den größeren der beiden Innenhöfe. Wichtiger
als dieser Personenverkehr sind die technischen
Kommunikationsmittel: ein weit verzweigtes
Haustelephon und zur Beförderung der Akten:
für den Großverkehr die Aktenaufzüge, für
den Einzelverkehr eine auf dem Kontinent
einzigartige Rohrpostanlage, die in der Lage ist,
vollständige Aktenfaszikel durch das ganze Haus
zu befördern. So in kurzen Zügen zusammengefaßt
, ergibt sich fast von selbst, wohl auch
dem architektonischen Laien verständlich, ein
Grundrißbild, wie es einfacher und selbstverständlicher
nicht gedacht werden kann. Ein
Grundrißbild, das der getreue Spiegel einer
NORDSTERNBAU: OBERES TREPPENHAUS
DETAIL VOM TREPPENGELÄNDER Gl
solchen, alle Unausgeglichenheit scheuenden
Großorganisation wäre.
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Bis dahin wird man, glaube ich, heutzutage
wohl in jedem Unternehmen von dem Ausmaß
der hier vereinigten Nordstern-Gesellschaften
bei der Planung eines solchen Baues gleich
logisch vorgehen. Das Verlangen nach rationeller
Wirtschaft ist den Bauherren, die bei
solcher Gelegenheit in Betracht kommen, so
sehr in Fleisch und Blut übergegangen, daß
gegen diese Vernunft in der Regel nicht sonderlich
gefehlt wird. Die technische Disposition
des Hauses, die Organisierung des Arbeitsverkehrs
, alle Zweckmäßigkeiten, die sich
errechnen lassen, weiß man in sinnvoll durchdachten
Plänen festzulegen. In dem Augenblick
aber, wo das alles Gestalt, Raum, Form
annehmen, wo die gewaltige Maschine, als die
solch unermeßliches Arbeitshaus sich präsentiert
, aus einem Rechenexempel Wirklichkeit
werden soll, da pflegt dieses sachliche Denken
aufgeopfert zu werden allerlei fast unbegreiflichen
Empfindsamkeiten. Es pflegt dann der
Dekorative Kunst. XVIII. 9. Juni 1915
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