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ZU NEUEREN ARBEITEN DES ARCHITEKTEN
EDUARD WEHNER-DÜSSELDORF
Auch in diesen Spalten ist den rein kriti-
/l, sehen Gedankengängen über Aufgaben
und Ziele der modernen Bau- und Raumkunst
häufig und umfassend das Wort erteilt
worden, so daß ich füglich davon absehen
kann, die neueren Arbeiten Eduard Wehners
mit einem solchen Geleitswort den Lesern
zu vermitteln. Deshalb soll auch das Werk
des Künstlers in den Vordergrund treten, losgelöst
von den Meinungen der Parteien und
Richtungen. Würden wir dazu übergehen, dem
Künstler selbst ein erklärendes Beiwort zu
der Veröffentlichung seiner Werke zu verstatten
, so würde sich sein Bild unmittelbarer
dem Auge der Leser herausschälen, unabhängig
von der doch immerhin persönlich, ja
wohl auch objektiv sich äußernden Kritik des
schreibenden Fachmannes. Dadurch, daß unsere
Fachzeitschriften durch die Aufnahme
solcher Veröffentlichungen die Güte des
künstlerischen Stoffes schon vorweg zensieren
, bleibt dem Berichterstatter dann ja
ohnehin mehr oder weniger nur noch die Aufgabe
, in Form eines persönlichen Gutachtens
die Arbeiten und die Persönlichkeit des
Künstlers den Lesern näherzurücken. Ich
unterziehe mich dieser Aufgabe hier besonders
gern in bezug auf den Architekten Wehner
, da er schon seit Jahren dem engeren
Kreise mich fesselnder Architekten angehört,
denen ich mich verpflichtet fühle, sie größeren
Kreisen bekanntzugeben.
Obgleich die hier vermittelten Abbildungen
nur eine kleine Auslese des Geschaffenen aus
den letzten beiden Baujahren umfassen, lohnt
es sich doch, sich damit über eine flüchtige
Dekoratire Kunst. XVIII. n. August 1915
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