Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 32. Band.1915
Seite: 353
(PDF, 109 MB)
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GESTICKTER BRUSTSCHMUCK m BUNTSTICKEREI AUF GESTICKTER BRUSTSCHMUCK □ BUNT- UND SILBERSCHWARZ
, GEWEBTE RANDBORTEN STICKEREI AUF SCHWARZ, GEWEBTE RANDBORTEN

Heimat-Museum Biedenkopf (Hessen)

Muster, die man in den letzten Jahrzehnten be- bodenständig Volkstümliches handelt. Ueber

vorzugte, haben das Auge genügend an Farbe Kloster, Burg und Stadt seien von alters fremde

gewöhnt, um die Buntheit unserer ländlichen Einflüsse bis zum Volke durchgedrungen. Der

Erzeugnisse zu schätzen. Bei näherem Zu- Einwand läßt sich widerlegen. Mögen sich auch

schauen wird man finden, daß die symbolische hier und da fremde, bezw. städtische Kunst-

Farbenwahl, der
wir vielfach begegnen
(Trauer, Austrauer
, Freude)die
Entwicklung kleiner
Kunstwerke
von stimmungsvollem
Reiz begünstigt
hat (Vierlande
). Die Unbekanntheit
deutscher
Buntstickerei
ist einerseits
darauf zurückzuführen
, daß sie
ihre Hauptbetätigung
an der Volkstracht
entfaltete,
die in den meisten
Gegenden geschwunden
ist; anderseits
wird von
einigen angezweifelt
, daß es sich
hier wirklich um

GESTICKTER SAMMETARMEL (STAUCHEN). BUNT AUF SCHWARZ,
GEWEBTE RANDBORTE
Heimat-Museum Biedenkopf (Hessen)

demente geltend
gemacht haben, so
war's doch nur, als
flöge der Samen
einer Kulturpflanze
über den Gartenzaun
auf die
bunte Waldwiese.
Das Gemüt, das
sie aufnahm, besaß
Phantasie genug
, sie zu Eignem
zu gestalten, wie
die Gartenpflanze
auf dem Waldboden
unter anderen
Lebensbedingungen
zuweilen auch
Form und Gestalt
wandelt. Läßt sich
der Satz von O.
Schwindrazheim :
„Alle Schattierungen
unsererVolks-
charaktere finden

Dekorative Kunst. XVIII. ir. August 1915

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