Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 32. Band.1915
Seite: 373
(PDF, 109 MB)
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Schönheit eines solchen frei aufsteigenden,
gleichsam von Persönlichkeit erfüllten Prachtkerls
auf sich einwirken zu lassen. Dabei fallen
einem wohl die alten deutschen Landschafter
ein, Albrecht Altdorfer und Augustin Hirschvogel
, die an dem Wesen schöner Bäume ihre
künstlerische Freude hatten und auf geistvoll
radierten Blättern geradezu Porträte solcher
Bäume gaben.

Tritt man aus dem „Arboretum" heraus, so
sieht man sich dem „Alpinum" gegenüber, der
Anlage von Alpenpflanzen, die der Sonne nach

Kräften ausgesetzt werden müssen und ihr
besonderes Gestein und Erdreich benötigen.
Das führte dazu, hier Felsformationen nachzuahmen
, aber der Geschmack des Gartenkünstlers
war zu geläutert, als daß er hier so etwas
wie ein „junges Gebirge" schuf. Fels und
Stein sind vielmehr nur die Folie für das farbige
Blühen, das besonders im Juni los ist; die
Pflanze ist nicht, wie man das anderwärts antrifft,
nur ein bißchen Staffage für „das Gebirge"! Ein
Teich, der die Wasserpflanzenvegetation aufgenommen
hat, ist zu Füßen des Alpinums ange-

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