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ALBERT WEISGERBER f
EISLAUF
selbe Zeit oder wenig später bei uns Geltung
hatte, mutig, wiewohl nicht ohne jegliche Achtung
fortzugehen, das Malerische zu vergeistigen
, das Monumentale in dies vergeistigte
Malerische aufzulösen, dem Profanen, das noch
um 1900 — als Weisgerber begann — die
Regel der Kunst gewesen war, Heiliges entgegenzustellen
, das Spezielle der Heimat in
den Strom des Universalen zu leiten, Ausgelebtes
am Weg zu lassen und vom Zeitgenössischen
das in aller Welt Bedeutsamste an die
Spitze zu stellen.
Unmittelbar neben dem Suchen nach sachlich
und räumlich weiten Horizonten ging bei
Weisgerber wiederum das Verlangen nach einem
ausgeprägten und führenden Dasein in der Heimat
. Die Verbindung beider Ziele mußte gerade
ihm erreichbar sein. Als Pfälzer stand
er von Hause aus im Bezirk alter französischer
Formen. Aber wohl war er durchaus Deutscher
. Er nahm das Schicksal des Krieges
gegen Westen fast ohne Widerspruch auf sich.
Seine Freunde bilden ihn im Gedächtnis mit
blauen Augen, dunkelblondem Haar, breiter,
fast athletischer Naturhaftigkeit, ungespaltener
sinnlicher Fülle, ohne die Zeichen der Verderbtheit
, mit den Zügen unbändiger und robuster
Fröhlichkeit, zugleich mit den Merkmalen
innen wohnender Empfindsamkeit, Melancholie
, Religiosität. Wie er als Mensch Deutscher
war, Deutscher in Schwächen und Stärken
, so bewahren seine maßgebenden Bilder
— die in der Ambition entscheidenden, nämlich
die nach Paris, nach 1906 — alle gegenüber
den heranströmenden Schönheiten Cezannes
oder des Greco einen festen Stand. Hier behauptet
sich der Eigenwille der Person und
ihrer ersten künstlerischen Herkunft. Die
letzten Einsichten in die Großen mögen noch
fehlen, aber die beharrliche persönliche Hal-
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