Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 33. Band.1916
Seite: 230
(PDF, 130 MB)
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den pflegen, wenn ein Höhepunkt erreicht ist:
Kämpfende Menschen in höchster Erbitterung,
Pferde, die sich in der Wut aneinander aufbäumen
. Im merkwürdigen Gegensatz zu dieser
rein schildernden Art steht nur die für Slevogt
charakteristische Freude ah grausigem Inhalt.
Er, der über einen so sonnigen Humor auch
als Künstler verfügt, wie man das in seinen
Märchen oft genug sehen kann, hat lange Zeit
gewisse Interessen aus der „Kultur" der Epoche
beibehalten, in der er jung gewesen ist. In
den achtziger Jahren wirkte noch immer in jener

Art von Literatur, die dem Knaben zugänglich
war, all der Apparat der früheren, unseren
Großeltern vorgesetzten Erzählungen aus den
Verbrecherwinkeln der Großstädte und aus
dem sogenannten finstern Mittelalter nach, mit
den Schrecknissen der Folterkammern und den
schaudervollen Untaten von trotzigen Raubrittern
. Dieser Graus wurde dann nicht etwa
gemildert, sondern realistisch anschaulicher
gemacht, indem man ihn auf Zustände von
Wildwest Amerikas im 19. Jahrhundert übertrug
. So bringt Slevogt, der vielleicht durch

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