Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 33. Band.1916
Seite: 324
(PDF, 130 MB)
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Kunst wird unter allen Umständen (für den
Betrachter) eine Erholung bedeuten", urteilte
der aus München zur Einweihung herbeigeeilte
Winterthurer Heinrich Wölfflin in
seiner geistvollen Rede über diesen Saal, in
dem nicht weniger als 24 Meisterwerke des
berühmten Winterthurer Bildnismalers beisammen
hängen. In nicht bloß künstlerischer
Beziehung interessant ist der anschließende
Winterthurer Saal mit seinen Werken alter
und neuer Schweizer. Aus ihm gelangt man
in den Großen Saal, darin respektable Bilder
älterer und jüngerer eidgenössischer Maler
Aufnahme gefunden haben, u. a. solche von
Steffan, Weckesser, Ritter, Stäbli, Koller,
Burnand, Hodler und Würtenberger, und in
den Kleinen Saal, darin die in Winterthurer
Privatsammlungen glänzend vertretene
französische Malerei in einer auserwählten
Kollektion von Depositen den
Besucher fesselt. Da finden sich vollwertige
Proben von Bonnard, Lautrec, Manguin,
Puys, Redon, Renoir, Roussel, Vuillard und
den ihnen verwandten Schweizern Blanchet,

Montag und Valloton. Und in der Mitte des
Saales hat Rodins „Age d'airain" Aufstellung
gefunden. Schon von weitem aber lockt
den Museumsbesucher der mächtig lebendige
Große Reinhart-Saal mit der zweifellos
umfassendsten und wertvollsten Karl Hofer-
Sammlung, die existiert, und herrlichen Statuen
und Büsten Hermann Hallers. Farbe
und Rhythmus reden in diesem Saale eine
eindringliche Sprache. Der Kleine Reinhart-
Saal enthält gleich ihm Leihgaben des großen
Winterthurer Kunstfreundes: beachtenswerte
Bilder französischer und schweizerischer
Malerei. Erwähnt sei noch das
schöne Graphische Kabinett. In Vestibül
und Treppenhaus tragen Kopien nach klassischen
Werken und Böcklin, ältere Porträts
, Sandreuters „Malerei und Inspiration"
und vor allem die beiden großen Fenster mit
den alten Glasmalereien zur Erhöhung der
dekorativen Wirkung bei. Alles in allem ein
Kunsttempel, den sich kein kunstfreundlicher
Besucher der Ostschweiz entgehen lassen
wird, soll und darf!--

TREPPENHAUS IM NEUEN WINTERTHURER MUSEUM

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