Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 33. Band.1916
Seite: 460
(PDF, 130 MB)
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eigentliche Stärke liegt. Die Frankfurter Kunstgewerbeschule
hat das erkannt und ihn auf
den Platz berufen, der ihm gebührt: als Leiter
ihrer Abteilung für dekorative Malerei. Man
darf sich von ihm bedeutsame Leistungen
schöpferischer und pädagogischer Art auf diesem
heute wieder so wichtigen Gebiet versprechen
. _

KUNST UND KRIEG

Goethe: Unseren jungen Malern fehlt es an
Gemüt und Geist; ihre Erfindungen sagen nichts
und wirken nichts; sie malen Schwerter, die nicht
hauen, und Pfeile, die nicht treffen, und es dringt
sich mir oft auf, als wäre aller Geist aus der Welt
verschwunden.

Eckermann: Und doch sollte man glauben, daß

die großen kriegerischen Ereignisse der letzten
Jahre (die Befreiungskriege) den Geist aufgeregt
hätten.

Goethe: Mehr Wollen haben sie aufgeregt als
Geist und mehr politischen Geist als künstlerischen,
und alle Naivität und Sinnlichkeit ist dagegen gänzlich
verloren gegangen. Wie will aber ein Maler
ohne diese beiden großen Erfordernisse etwas
machen, woran man Freude haben könnte?

*

Es ist eine Selbsttäuschung der künstlerischen
Realisten, uns die Dinge malen zu wollen, just
wie sie sind. Sie geben dieselben im besten Falle
doch nur streng, wie sie sie sehen, und eben deshalb
sind sie selber mit dabei, und auch an ihren
Bildern ist und bleibt der Urheber das eigentliche
Bild. Max Jordan

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