Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 33. Band.1916
Seite: 463
(PDF, 130 MB)
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olzschnitte, darunter viele der
besten, die Schwind für die
Fliegenden Blätter gezeichnet
hat, finden sich auf dem
oben beschriebenenMuster-
bogen von Wolf & Sohn, u. a.
auch mehrere, sehr fein ornamentierte
, kleine Zierbuchstaben
. Obwohl diese
also noch vor wenigen Jahrzehnten
— wo der Bogen gedruckt
wurde — im Verlage Braun & Schneider
eine besondere Wertschätzung genossen,
habe ich nicht erfahren können, wann und
wo sie zuerst veröffentlicht wurden.

Von Schwinds Tätigkeit ist, wie bei so
vielen Künstlern, gerade die Jugendzeit wenig
erforscht. Namentlich seiner ersten Wiener
Epoche werden viele Arbeiten, darunter auch
lithographische Porträts zugeschrieben, die
mir nur sehr im Allgemeinen in den Rahmen
seiner Kunst zu gehören scheinen. So
das sehr hübsche, alle Vorzüge der Altwiener
Schule aufweisende Bildnis der Hofschauspielerin
Sophie Schroeder, das auch
bei Weigmann reproduziert ist. Nicht bei

Weigmann dagegen ist das in der Tat bei
Schwinds Wiener Verleger S. Trentsensky
erschienene Bildnis des Herrn Eckardt gen.
Koch, das mir noch weniger als das weibliche
Porträt Anspruch darauf zu haben
scheint, daß es von Schwind ausgeführt sei.
Immerhin sind diese Bildnisse interessant
als Verkörperung des Milieus, in dem sich
der Geschmack des jungen Zeichners bildete.

Wenn in München eines der berühmten
Künstlerfeste gehalten wurde, so entwarf
Schwind ganz gerne die Einladungskarten
dazu. Diese sind selten geworden und in
Sammlerkreisen sehr begehrt, denn sie sind
durch einen Hauptvorzug von Schwinds Stil,
die frohe Laune und den prachtvollen Klang
des Linienschwunges ausgezeichnet. Maillin-
ger zählt in seinem Katalog ungefähr ein halb
Dutzend dieser hübschen Karten auf. Das
Titelblatt zu einer Komposition von K. Perfall
, die den Titel trägt: Erinnerung an das
Künstlermaskenfest 1853, dessen Entwurf besonders
schön gewesen sein mag, ist anscheinend
von fremder Hand auf den Stein
gebracht worden. So wie hier Komposition
und Zeichnung nicht von der gleichen Hand

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