Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 33. Band.1916
Seite: 473
(PDF, 130 MB)
Startseite des Bandes
Zugehörige Bände
Varia

  (z. B.: IV, 145, xii)



Lizenz: Public Domain Mark 1.0
Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_33_1916/0549
der zu den talentvollsten der jüngeren
Landschafter Dresdens gehört, eine weite
sommerliche Landschaft mit der Feste
Stolpen im Hintergrund.

Ein besonderer Raum ist den jüngeren
auf neuen Bahnen vorwärts strebenden
Künstlern Dresdens gewährt. Hier sind
namentlich August Böckstiegel, Richard
Dreher und Felix Müller zu
nennen, die in selbständiger Weise die
neuen Anregungen des Expressionismus
zu verwerten suchen, ohne dabei noch
durchweg zu innerer Klarheit gekommen
zu sein. Ernst und Wollen aber sind
wohl vorhanden.

Die eingeladenen auswärtigen Maler
haben meist bekannte, meist gute Bilder
geschickt. Nennen wir wenigstens ihre
Namen: von Berlin Max Liebermann,
Slevogt, Corinth, E. R. Weiss, Beckmann
, woldemar rösler Und dora

Hitz, von München Herterich, Stuck,
Schinnerer, Schramm-Zittau, Weisgerber
*f, Habermann, Genin, Feldbauer
, von Karlsruhe Trübner, von
Stuttgart Robert Breyer, Landenber-
ger, von Eddelsen Graf Kalckreuth,
von Wien Koloman Moser. Ludwig
von Hofmann, der am 1. Oktober d.J.
an die Dresdener Kunstakademie übersiedeln
wird, zeigt in zwei stark gegensätzlichen Wer-

paul rössler

Ausstellung der Künstlervereinigung Dresden

bildnis

j. walter-kurau

bildnis frl. l

Ausstellung der Künstlervereinigung Dresden

ken, — zwei lebensgroßen nackten Mädchen an
einer Uferwand und einer kühn vereinfachten
Landschaft „Am Berge Gibad" — daß er
noch in seiner alten Weise Meisterhaftes
leistet, aber auch den neuen Expressionismus
wohl zu bewältigen weiß.

In der Plastik steht Georg Wrba weitaus
obenan: seine Reitergruppe, eine weibliche
Verkörperung der Kunst auf einem
streng stilisierten vorwärts schreitenden
Pferd ist ein wohl geschlossenes, edel vornehmes
Werk rein plastischer Gestaltung
vom reifsten Können. Es wird einst in
Bronze den Dachaustritt der Kunsthalle
schmücken. Gibt die Bildnisbüste von
Wrbas Vater (Abb. S. 470) eine Probe seiner
ins Wesen dringenden lebendigen
Bildniskunst, so zeigt die Seitenfigur vom
Denkmal Lahmanns für den Weißen
Hirsch ein herbes Schönheitsgefühl auf
der Grundlage scharfer Naturbeobachtung.
Neben Wrba stehen als ernst strebende
reife Künstler: Peter Pöppelmann, Arthur
Lange und Selmar Werner. Von Pöppelmann
sehen wir eine fein empfundene
Bildnisbüste des Dresdner Schriftstellers
Sohle (Abb. S. 465) und eine Luna in Marmor
, die in der weichen Zartheit ihrer
Formen und in ihrer keuschen Anmut

473


Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_33_1916/0549