Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 34. Band.1916
Seite: 16
(PDF, 110 MB)
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SCHULE FÜR BLUMENSCHMUCK FRANZISKA BRUCK, BERLIN
HORTENSIEN UMRAHMUNG

DER BLUMENSCHMUCK IN DER KRIEGSZEIT

Mit einiger Besorgnis könnten die Blumenfreunde
der Winterzeit entgegensehen,
die es gewohnt sind, Räume und Tische mit
bunter Blumenaugenweide zu schmücken, da
die Flora Italiens sich uns meistens versagen
wird. Wie für viele Dinge Ersatz gefunden
wurde, so hat das stilsichere Auge der Blumenkünstlerin
Franziska Bruck sorglich Ersatz
erdacht und gefunden. Viel zu feinfühlig, um
eine Belebung der sogenannten Makartdeko-
ration anzustreben, hat sie sich an die Entdeckung
von einheimischen Pflanzen gemacht,
welche sich durch sachgemäße Behandlung
auch für den Winterschmuck verwenden lassen.
Dieses anscheinend leblose Material bedarf

mannigfacher Ordnung und Vorbereitung, erfordert
technisches und erlernbares Können;
deshalb wird eine Beschäftigung für gebildete
Frauen darausgestaltet werden, die einesNeben-
erwerbes bedürfen. Das Kunstwerk selbst zu
schaffen, wird dem nicht so leicht zu findenden
Talent vorbehalten bleiben. Aber auch Wissen
gehört zur Ausgestaltung dieser Kunst, das
Studium der Pflanzen in ihrer botanischen Beschaffenheit
, die Kenntnis ihrer Entwicklung,
die die verschiedenen Abschnitte derselben bezüglich
Haltbarkeit, Farbe und Form zu nutzen
weiß. Nur so erwachsen die künstlerischen
Gebilde in natürlicher Anmut und Selbstverständlichkeit
, die sowohl dem Aestheten wie

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