Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 34. Band.1916
Seite: 306
(PDF, 110 MB)
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samer Art notwendig sind. Für solchen
Zweck genügt nicht irgend ein zeichnerischer
Einfall, hier führt nur liebevoll sich versenkende
Kleinarbeit zum Ziel — auf Grund
einer besonderen Begabung, die der noch
lange nicht erwiesen, der gelegentlich einen
Grabstein entworfen
oder eine bescheidene
Denkmalkonkurrenz
gewonnen hat.

Unter dem Seltenen
, das man ausgeführt
sehen möchte,
befinden sich die Studien
und Entwürfe
des Münchener Architekten
Professor
RICHARD BERNDL.
Sie zeichnen sich aus
durch ein klares,
kräftiges Erfassen
und Gestalten ganz
bestimmter Gedanken
, die mit wenigen
Mitteln auf eine stimmungsvolle
Form gebracht
sind.

Zunächst das „Gedächtniskreuz
fürGe-
fallene eines oberbayerischen
Gebirgs-
dorfes" (Abb. S.307),
womit zugleich dem

RICHARD BERNDL-MÜNCHEN e GEDÄCHTNISKREUZE
IM KAMPFGEBIET DES HOCHGEBIRGES

religiösen Sinn des Volkes und seinen Gewohnheiten
Rechnung getragen wird. Das
Wegkreuz, das auch sonst sehr beliebt ist,
das über Wiesen und Felder hinwinkt, am
Kirchweg und an der Fahrstraße steht, eignet
sich jedenfalls in besonderer Weise zur

Gedächtnisstätte für
die in der Ferne Gefallenen
: man vereinigt
sich gerne mit
ihnen im Gebet und
erträgt so leichter
ihren Verlust. Kunst
und Leben greifen
unmittelbar, gleichsam
naturhaft ineinander
. Die derben
Formen passen ins
Freie, das oft rauhes
Wetter durchstürmt;
farbig gefaßt, mit
Blau, etwas Rot und
Gelb, die weißen Tafeln
mit grünen Kränzen
umsäumt, wirkt
solch ein Kreuz festlich
und als Schmuck
der Landschaft. In
einem Steinkranzund
einer Steinbank um
altehrwürdige Bäume
(Abb. S. 304 u. 305),
die seit Generationen

306


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