http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_35_1917/0122
,—__-.-.-—
MAX KLINGER AUS DEM ZYKLUS „ZELT". BLATT 2
Mit Genehmigung des Verlages Amsler & Ruthardt, Berlin
Sinnen erscheint die Schöne, zu deren Besitz
er auszieht. Sie schwebt ruhend in Wolken,
genau wie auf dem allerersten Bild, eine Phantasie
in Nebelschleiern.
36. Vorm Turm. Der Ritter reitet steilsten
Pfad hinauf, wo sonst nur Gemsen klettern.
In der Ferne winken die Zinnen der verheißenen
Burg. Wieder schwebt das zarte Nebelbild
vor seinen ahnenden Sinnen.
37. Die Höhle. Auf höchster Höhe des Berges
reitet der Ritter heran. Da öffnet sich vor
ihm eine Höhle, in der der Zauberer mit seinen
Gesellen kauert. Links ist auch eine
Gefesselte, vielleicht die Jugendgeliebte des
Ritters. Dumpf brütend sitzt der Unhold da
und wartet auf die Ankunft des Werbers.
38. Bedingung. Der Ritter dringt in die
Höhle, er will die Gefesselte befreien. Schon
98
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_35_1917/0122