Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 35. Band.1917
Seite: 171
(PDF, 137 MB)
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wickelt haben mochte. Bewußt hat Pankok
sicherem Vernehmen nach Frans Hals, und
zwar offenbar nicht den alten, sondern den
jungen Frans Hals auf sich wirken lassen.
Und dann wird man wohl vor Konrad
Langes Bildnis an Manet, oder vor dem

und restlos in sich verarbeitet hat, nirgends
aber um eine schulmäßige oder sklavische
Anlehnung oder Abhängigkeit. Pankok ist
eben ein Mann, der in emsigem rastlosem
Fleiß seine glänzende Begabung ausgebildet,
gründlich sein Handwerk gelernt, mit offenem

BERNHARD PANKOK

IN DER KIRCHE (1892)

Krügerschen Familienbild an Renoir (famille
Charpentier) erinnert. Noch öfter werden
wir an Leibi gemahnt. Auch Emil Orlik,
der langjährige Freund, ist sicherlich nicht
ohne Einfluß geblieben. Aber schließlich
handelt es sich bei alledem stets nur um
Anregungen, die der Künstler selbständig

Auge und gesundem Sinne die Entwicklung
der Gegenwart verfolgt hat und mit festen
Füßen mitten in ihr steht. Er malt keine
Historien und keine Visionen, er malt lebensfrohe
Gegenwart und bunte Wirklichkeit
. In jeder Hinsicht ist er ein Eigener
geworden, der nicht in das gewöhnliche

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