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Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 37. Band.1918
Seite: 56
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Aus Privatbriefen und Besprechungen könnte
ich noch manche anderen anregenden Bemerkungen
anführen, wie z. B. daß jeder überhaupt
seinen Beruf und seine Arbeit als eine
Kunst üben sollte, oder den Wunsch, daß die
Betätigung in der Kunst überhaupt jedermann
bequem zugänglich gemacht werden möchte,
damit die Zahl der Dilettanten, die Sinn und
Verständnis für die Kunst in sich entwickeln,
zunehme: doch will ich mich damit begnügen,
zum Schluß auf ein Buch hinzuweisen, das
unseren Gegenstand in anregend wohltuender
Weise behandelt, bereits 1912 in erster, 1914
in zweiter Auflage erschienen ist, mir aber
erst jetzt durch die Freundlichkeit des Verfassers
bekannt geworden ist: auf Hermann
Widmers Buch der kunstgewerblichen und
künstlerischen Berufe (Berlin, G. Siemens,
1914), worin unter der Ueberschrift „Der Reserveberuf
", wenn auch nur von dem praktischen
Gesichtspunkte aus, so doch in besonders
nachdrücklicher Weise auf die Notwendigkeit
hingewiesen wird, den Kunstschülern
eine gründliche handwerkliche Ausbildung
mit auf den Lebensweg zu geben. Zu einem
solchen Reserveberuf eigne sich fast jeder
kunstgewerbliche Beruf; man müsse ihn nur
ebenso gründlich kennen lernen wie diejenigen
, die zeitlebens darin tätig sein wollen:
also nicht nur die dreijährige Lehrzeit genüge,
sondern darüber hinaus noch sechs bis acht
Jahre wirklichen Betriebes. Dabei rate er
jedem, auch während er in der Akademie
arbeitet, den Konnex mit seinem früheren
Beruf niemals aufzugeben. Dagegen solle
das Kunstgewerbe nicht als Nebenerwerb angesehen
werden. Bei der Aufnahme in die
Akademie müßten die Schüler aufs ernstlichste
, gründlichste und eingehendste darauf
hingewiesen werden, welche Gefahr es mit
sich bringe, wenn sie eine solche Vorsichtsmaßregel
unterließen.

Niemand wird dieses anregende Buch ohne
Nutzen aus der Hand legen. w. v. Seidlitz

max pechstein rettungsboot

Ausstellung der Freien Secession, Berlin

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