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Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 37. Band.1918
Seite: 106
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PHILIPP FRANCK SOMMER IM TAUNUS (RADIERUNG)

Schablone abholden Naturwiedergabe. Anton
Burger und J. F. Dilmann waren nicht die
Geister, die den entscheidenden Schritt einer
völligen Befreiung tun konnten.

Franck verließ daher die Heimat, vollendete
in Düsseldorf bei Ed. v. Gebhardt und als
Meisterschüler Dückers seine Studien und
durchwanderte sodann als Landschaftsmaler
und Zeichner die deutschen Lande, bis er zu
Beginn der neunziger Jahre einem Rufe als
Lehrer an der Kgl. Kunstschule zu Berlin folgend
, sich in der Reichshauptstadt dauernd
niederließ.

Zu dieser Zeit fanden sich in Berlin einige
Männer, die unter Einsetzung ihrer ganzen
persönlichen Ueberzeugung die Zügel der modernen
Kunstentwicklung in die Hand nahmen,
unter den größten Schwierigkeiten eine bis
dahin noch mit Spott und Verachtung von dem
breiten Strom einer traditionellen Kunstübung
behandelte Anschauung aufs Schild hoben und
dem Impressionismus durch Gründung der
Berliner Secession einen Tempel errichteten.
Zu den drei Vorfechtern der jungen Generation
, der es bald gelingen sollte, die tonangebende
Richtung und der maßgebende Faktor
in dem Berliner — und darüber hinaus in dem
deutschen Kunstleben zu werden, zu Liebermann
, Leistikow und Corinth, gesellte sich in
begeisterter Erkenntnis, nunmehr den richtigen
Weg für sein Streben und Schaffen gefunden
zu haben, auch Philipp Franck. Von nun an
gehört er dem Kreise der in Berlin sich emporringenden
, immer mehr an Boden gewinnenden
Gruppe der Secession an und weiß
sich in nie rastendem Eifer, gepaart mit dem
Rüstzeug des bereits durch eine lange Schulung
geübten Könnens, die neuen Impulse zu
eigen zu machen.

Doch das unruhvolle Leben der Großstadt
ist nicht sein künstlerisch produktives Arbeitsfeld
. Hier wirkt er als Lehrer und erwirbt
sich durch tatkräftige und weiteingreifende
Umgestaltung des Zeichenunterrichts, besonders
in der Ausbildung der Zeichenlehrer,
einen geschätzten Namen.

Ihn selbst zieht es in die Stille der Natur,
wo er das geheimnisvolle Weben und Wirken
belauscht, das urgründige Wesen der Menschen,
wie sie sich dort auf dem Lande in ungezwun-

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