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Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 37. Band.1918
Seite: 112
(PDF, 124 MB)
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der sprossenden Frühlingskraft und satten Som- sondern in einer selbstverständlichen Natür-
merpracht, da ein inniges Band lebensbejahen- lichkeit. Es ist die reiche Ernte angestrengter
den Webens und Strebens alles umschlingt und Selbstdisziplin und ehrlichen Strebens. Das
eine heitere Daseinsfreude die Schönheit und Naturerlebnis ringt in ihm nicht mehr nach
gesegnete Fruchtbarkeit deutscher Erde atmet, der Ausdrucksform; seine Kunst gibt sich
Angesichts dieses erhabenen Schauspieles, einfach und innig, überzeugend und natürlich,
das er mit der ganzen Glut eines liebenden Und das macht uns die Landschaften Philipp
und begeisterungsfähigen Herzens in sich auf- Francks so liebenswert, daß sie weit mehr sind
nimmt, wird Franck zum lyrischen Dichter, als bloße Naturschilderungen, daß sie, getragen
Was er seit seiner Jugend bei seinen Wände- von einer ehrlichen Begeisterung, als Doku-
rungen durch die deutschen Lande und bei mente einer tüchtigen, gut deutschen Heimatlängerem
Verweilen in abgeschiedenen Gegen- kunst erscheinen, die das Lob des Vaterlandes
den suchte, hat er nun hier, in der fränkischen künden mit der Seelensprache eines seiner
Heimat, gefunden. Er schafft nicht mehr mit treuesten und durch sein ganzes Wirken und
bewußter Zielsetzung bestimmter Probleme, Leben erprobten Söhne. Karl Schwarz

philipp franck im taunus

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