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Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 37. Band.1918
Seite: 149
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LOUIS EYSEN

Ausstellung Fritz Gurlitt, Berlin

LANDSCHAFT

WERKE DEUTSCHER KUNSTLER IM KUNSTSALON

FRITZ GURLITT, BERLIN

Zum vierten Male im Laufe dieses Krieges,
der das Nationalbewußtsein des Deutschen
wie nie gestärkt hat, veranstaltet der Kunstsalon
Gurlitt eine Ausstellung deutscher Künstler
, die einen wertvollen Ueberblick über deutsches
Schaffen eines Jahrhunderts gibt, jedesmal
andere Werke heranholt, oft ganz unbekannte
oder allmählich vergessene Namen ans Licht
zieht und solchermaßen eine Ergänzung der
unvergleichlichen Jahrhundertausstellung des
Jahres 1906 bietet, ja, gleichsam diese „in Permanenz
" erklärt, soweit das in den Kräften
und im Rahmen eines solchen Unternehmens
möglich ist. Zu dem Dank, der dem Leiter, Fritz
Gurlitt, von uns gebührt, gesellt sich lebhafte
Freude an den interessanten Entdeckungen, und
weitgehenden Perspektiven, die dieserückschau-
enden Zusammenstellungen eröffnen. Was vor
nun 11 Jahren im großen geschah, daß man an
bisher unvermutete oder verschüttete Quellen
nationalen Schaffens sich geführt sah und Lokalschulen
kennen lernte, deren Existenz man nicht
ahnte, das wiederholt sich jetzt im kleinen immer

wieder. So bekommen die Kataloge dieser Ausstellungen
kunsthistorischen Wert und es ist nur
bedauerlich, daß sie nicht durch reichhaltiges
Abbildungsmaterial die jeweiligen Ergebnisse
festhalten. Gerade der Krieg, der uns diese
Dinge zugänglich macht, bewirkt, daß sie lange
nicht genügend gewürdigt werden und nur zu
leicht der Vergessenheit anheimfallen.

Auch diesmal wird der deutschen Landschaftsmalerei
der größte Platz eingeräumt und
man verfolgt nahezu mit Rührung ihre Entwicklung
von den bescheidensten Anfängen
bis zu Thoma, der, wie hier üblich, den Ehrenplatz
einnimmt. Man müßte eigentlich unzählige
Namen anführen, aber es muß genügen,
nur einige wenige herauszuheben. Zwei Ruinenbildchen
von Blechen zeigen ihn allerdings
nicht von der charakteristischen Seite des Natur-
schilderers, der er war, sondern vermutlich
als den Dekorateur des Königstädtischen Theaters
(Abb. S. 156). Das große „Frühlingsfest"
des Goethefreundes Dies (Abb. S. 151) zeigt
noch die heroisch - spielerische Komposition

Die Kunst für Alle XXXIII. 9/i0. Februar 1918

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