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Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 37. Band.1918
Seite: 357
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der Truppen, der Angriff von
allen Seiten, Heldengräber, Ehrenfriedhöfe
und Denkmäler an öffentlichen
Bauten gaben Netzer eine
Reihe eigener Einfälle. Er hat
Medaillen modelliert. Den ausmarschierenden
Krieger, weit ausholend
, das Schwert auf der Schulter
. Feiner hätte man die Stimmung
von 1914 gar nicht wiedergeben
können. Eine glänzende
Illustration zu den Kaiserworten!
Dann das breite deutsche Schwert,
in abwartender Ruhe, umgeben
von den allzu vielen angreifenden
Schwertern und Lanzen. Für eine
Nische im Rathaus zu Mülheim
an der Ruhr eine Siegfriedsstatue,
eine Hydra niederkämpfend. Für
den Ehrenfriedhof zu Duisburg
als Schmuck eines architektonischen
Halbrunds ebenfalls eine
Siegfriedsstatue, das Schwert nach
dem Kampf wieder in die Scheide
steckend, eine Gestalt, schön in
der bewegten Umrißlinie, die man
von allen Seiten erhält. Oder
für den Mittelpunkt eines Ehrenfriedhofes
auf hoher Säule, nur
geschmückt mit einer Inschrift,
einem Palmzweig und dem
Schwert, die Taube mit dem
Friedenszweig.

Vor allem dann die Statue des
Blitzeschleuderers (Abb. S. 360).
Die Arbeit liegt bereits einige Jahre
zurück, und ihre Anfänge sind zu interessant
, um hier übergangen werden
zu können. Die Internationale
Welt-Telegraphen-Union wollte
in Bern wie der Welt-Post-Verein
ihr Denkmal haben. Als Denkmalsplatz
war der Helvetiaplatz
bestimmt: im Hintergrunde steht
die Silhouette des Historischen
Museums und nimmt den Straßenlauf
über die Aarebrücke auf.
Seitlich münden nicht weniger
denn sechs Straßen in den Platz.
Das Denkmal konnte also nur als
Rundplastik gestaltet werden, um
jeder Ansicht, jeder Straßenflucht
eine klar verständliche Umrißlinie
zu geben. Außerdem mußte
der Gedanke der Gründung der
Welt-Telegraphen-Union einen
möglichst klaren Ausdruck finden
. Netzer entwarf einen Blitze

1

M







HUBERT NETZER

SKULD. STATUE VOM NOR-
NENBRUNNEN IN MÜNCHEN

357


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