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Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 37. Band.1918
Seite: 434
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licher Weise auch plastisch
zur Geltung gebracht
. Ein Frauenakt ist
von höchster Seltsamkeit.
Indessen hielt der Künstler
an sich, als ihm auch
im plastischen Porträt
Gelegenheit geboten gewesen
wäre, die äußersten
Konsequenzen zu ziehen.
Seine Bildnisbüste eines
Münchener Kunsthistorikers
ist von merkwürdiger
Beherrschtheit. Vor
konkreten Aufgaben versagt
der Expressionismus
. Walter Püttner
(Abb.S.439u.442)istvöl-
lig unexpressionistisch:
eine leicht manierierte
planimetrische Zerlegung
des Hintergrundes macht
es nicht aus. Püttner hat
neben neue Stilleben mit
Puppen eine Arbeit gleichen
Motivs aus dem
Jahre 1907 gestellt (es war
damals, als die „Scholle"

a. fehr

dame mit fächer

noch im Vollsaft stand).
Man merkt die starke Entwicklung
, die der Künstler
inzwischen genommen
im Sinne der Qualitätssteigerung
, des Aufstiegs
, der Erfrischung
der Farbe. Aber man verspürt
nirgends eine geistige
Umstellung. Noch
weniger bei den Künstlerpaaren
Caspar und Ja-
gerspacher. Karl Caspar
malt religiöse Bilder,
aber er läßt es sich nicht
einfallen, die Mystik des
expressionistischen Gottesbegriffes
, um die z. B.
Joseph Eberz ringt, in
seine Bilder zu bringen.
Er hat nur an der starken
, aufgelösten koloristischen
Wirkung Interesse
. Man verspürt da
zuweilen den Zusammenhang
mit Herterich.
Maria Caspar - Filser
dankt man den feurigsten

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