Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 38. Band.1918
Seite: 113
(PDF, 105 MB)
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ARCH. HERMANN MUTHESIUS

HAUS WILD, NIKOLASSEE: ANSICHT VON DER REHWIESE

II. HAUS WILD, NIKOLASSEE

Für das für ein Künstlerehepaar bestimmte
Haus an der Rehwiese in Nikolassee lagen
ganz bestimmte Wünsche des Bauherrn vor.
Es sollte eingeschossig mit gebrochenem Dach
gestaltet werden und ein länglichrundes Zimmer
erhalten, das als Eßzimmer dienen sollte. Der
Abhang zur Rehwiese verläuft an dieser Stelle
in nordsüdlicher Richtung. Da der Bauplatz
eine schöne Aussicht bietet, war es selbstverständlich
, daß das Haus mit der Hauptfront
nach der Rehwiese, also nach Westen,
gestellt wurde. Die sich daraus ergebende
Westlage der Zimmer an der Hauptfront ist
zwar für Wohnzwecke nicht die beste, allein
das Eßzimmer als Hauptteil dieser Front kann
die Westlage noch am ehesten vertragen. Die
beiden Hauptzimmer dagegen haben die Südlage
erhalten. Das Wohnzimmer hat außer dem
Westfenster noch ein erkerartig herausgebogenes
Südfenster, das mit dem Wohnzimmer in
Verbindung stehende Musikzimmer bezieht
sein Hauptlicht aus Süden und Osten.

Dem Grundriß konnte eine regelmäßige,
hakenförmige Gestalt gegeben werden, bei der
zwei nach Osten heraustretende Flügel einen

kleinen Hof umschließen, dessen Innenraum
durch eine Pergolastellung bis an die Straße
vorgezogen ist. Ein steinerner Weg führt von
der Pforte in gerader Richtung auf die Eingangstür
des Hauses. Durch weitere Wege
werden regelmäßige Gartenbeete eingeteilt, die
mit niedrigen Rosen bepflanzt sind. So ist
dem Eintretenden gleich ein Willkommensgruß
geboten.

Von dem regelmäßigen Vorhofe aus betritt
man durch einen Windfang die Halle. Die Treppe
ist aus der Halle herausgenommen, wodurch
die Nebentreppe erspart werden konnte. Der
nördliche Flügel enthält alle Wirtschaftsräume,
bestehend in Küche, Anrichte, Plättstube, Ab-
waschküche, Tüchertrockenraum und Speisekammer
. Nach dem nördlichen Nachbargrundstück
hin ist ein Wirtschaftshof durch eine
Mauer abgetrennt, von dem der Nebeneingang
erfolgt.

Das Obergeschoß, das schon vollständig im
Dache liegt, enthält sehr geräumige Schlafzimmer
für die Eltern und für die Kinder,
außerdem auch ein Herrenzimmer, zwei Gastzimmer
und zwei Mädchenzimmer. Der obere

Dekorative Kunst. XXI. 4. Januar 1918

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