Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 39. Band.1919
Seite: 406
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ADOLF SCHINNERER

Ausstellung der Münchner Neuen Secession

MORGEN

DIE NEUE STAATSGALERIE IN MÜNCHEN

Im Kunstausstellungsgebäude am Königsplatz
in München (dem Gebäude, das früher die
„Secession" innehatte) hat Generaldirektor
Friedrich Dörnhöffer eine Galerie moderner
Kunst, die Neue Staatsgalerie, eröffnet. Die
Bestände dieser Sammlung sind teils der Neuen
Pinakothek entnommen, teils handelt es sich
um Neuerwerbungen, die bisher in den Depots
aufbewahrt waren, teils sind Leihgaben für die
Galerie gewonnen worden. Die plastischen Werke
kamen zum größeren Teil aus der modernen
Abteilung der Glyptothek. Der Grundgedanke,
der für die Zusammenstellung der Sammlung
maßgebend gewesen zu sein scheint, ist der,
einen Überblick über die Entwicklung der europäischen
Kunst von etwa 1870 bis auf die
jüngste Vergangenheit zu geben und dabei den
Anteil Münchens besonders zu betonen. Soweit
es der Besitzstand des staatlichen Gemäldeschatzes
Bayerns und die erreichbaren Leihgaben
möglich machten, ist diese Aufgabe ausgezeichnet
gelöst worden. Lücken sind natürlich
unvermeidlich, und da es sich bei der
behandelten Epoche um Werke und Persönlichkeiten
handelt, die meistens noch nicht in klassischer
Ruhe thronen, sondern mitten im Kampfe
der Meinungen stehen, so wird der Kunstfreund,
der sich zu einer ausgesprochenen Richtung
bekennt, vielleicht von zu großer Konzilianz
nach allen Seiten sprechen. Indessen ist eine
öffentliche Galerie des Staates nicht dazu berufen
, künstlerische Parteipolitik zu treiben. Sie
hat das Beste zu nehmen, gleichviel ob es im
Lager des stürmischen Fortschritts entstand
oder von den Konservativsten kommt.

Der erste Saal, den man betritt, gehört dem

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