Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 40. Band.1919
Seite: 37
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ARCH. ALFRED ALTHERR-ZÜRICH EINGANGSHALLE DER AUSSTELLUNG. PLASTIK VON P. OSSWALD-

ZüRICH; WANDMALEREIEN VON C. RO ESCH-DI ESSEN HOFEN a
Ausstellung des Schweizerischen Werkbundes, Zürich

DIE AUSSTELLUNG DES SCHWEIZERISCHEN WERKBUNDES

IN ZÜRICH 1918

Mitten in der Kriegszeit ist dieVerwirklichung
des Planes zu einer größeren Ausstellung,
der größten, die der Schweizerische Werkbund
seit seinem fünfjährigen Bestehen veranstaltet
hat, unternommen worden. Dies geschah nicht,
weil es in der Schweiz, besonders in Zürich,
während der letzten Jahre an Ausstellungen
kunstgewerblichen und kunsthandwerklichen
Charakters gefehlt hätte — es sei nur an die
Abteilung für angewandte Kunst in der Schweizerischen
Kunstausstellung 1917 und an die
zahlreichen wechselnden Fachausstellungen des
Kunstgewerbemuseums der Stadt Zürich erinnert
— es war ein anderer Grund, der die Veranstaltung
unserer Ausstellung als zwingende
Notwendigkeit erscheinen ließ. Jedermann weiß,
daß schon vor dem Krieg unser schweizerisches
Gewerbe und Handwerk gegenüber der ausländischen
Konkurrenz einen schweren Stand hatte;
diese Situation hat sich während des Krieges

beträchtlich verschlimmert. Die mächtige Propaganda
des Auslandes, die in den letzten Jahren
mit bewunderungswürdigem Elan bei uns eingesetzt
hat und die mit Beharrlichkeit fortgesetzt,
ja noch gesteigert wird, ist nur als eine allgemeine
Vorbereitung für den wirtschaftlichen
Kampf, der nach dem Kriege mit größter Erbitterung
geführt werden wird, zu betrachten.
Aus der Erwägung heraus, daß das schweizerische
Kunsthandwerk, welches infolge seiner
Abhängigkeit bezüglich der Versorgung mit
Rohstoffen und der gesteigerten Arbeitslöhne
wegen lediglich auf die Produktion von Qualitätsarbeit
angewiesen ist und somit einen engbegrenzten
Anteil am Weltmarkt hat, ist vom
Schweizerischen Werkbund die Idee gefaßt worden
, einmal in größerem Maßstabe zu zeigen,
was unsere Handwerker und Kunstgewerbetreibenden
zu leisten imstande sind. Und zwar handelt
es sich in erster Linie um die Aufklärung

Dekorative Kunst. XXII. 2. November 1918

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