http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_40_1919/0145
GESCHLIFFENE ZIERGLÄSER, PORPHYRGRÜN, KOBALTBLAU UND RUBINROT VON JEAN BECK, MÜNCHEN
Beckschen Gläser (nur wenige treten in der
wasserhellen Farblosigkeit in die Erscheinung)
das Moment der Farbe hinzu. Die tiefe Sättigung
des Rubinrot wechselt mit der kühlen
Vornehmheit des Porphyrgrün, ein zartes Hellblau
und ein süßes Rosa leitet zu den effektvollen
Ausführungen von Schalen und Dosen
in Goldgelb und Onyx. Dazu kommen, durch
ein eigenartiges chemisches Verfahren bewirkt,
seltsame Reflex- und Schimmereffekte, ein
weicher, veredelnder Metallglanz, den ein delikates
, apartes Überfangverfahren hervorruft.
In stärkerer und sinnfälligerer Weise ist das
gebräuchliche Überfangverfahren bei Wein-,
Sekt- und Likörgläsern von Beck angewandt
worden; durch wiederholte Überfänge, teils in
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_40_1919/0145