http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_40_1919/0269
chen Land. Man kann jeden Augenblick und
so, wie man ist, in ihn eintreten; jeder freie
Augenblick kann benutzt werden, ein paar
Schritte in den Garten zu tun, hier und da
nach dem Rechten zu sehen, ein paar Früchte
oder Blumen zu pflücken. Das alles fällt weg,
wenn erst der Entschluß gefaßt werden muß,
über die Straße zu gehen. Auch die Beaufsichtigung
der im Garten sich aufhaltenden
Kinder durch die Mutter entfällt bei dem abgetrennten
Garten. Die Erfahrung hat gelehrt,
daß diejenigen Gärten, die sich dem Hause
unmittelbar anschließen, in der Regel wohl gepflegt
und sauber instand gehalten werden, daß
dagegen abliegende Gärten leicht der Vernachlässigung
anheimfallen.
Bei der allgemeinen Anlage des Kleinhausgartens
kommt es vor allem darauf an, das
Äußerste an Nutzfähigkeit zu erreichen. Das
Unerläßlichste für die Fruchtbarkeit jedes Gartens
ist die gute Besonnung. Ein sonnenloser
Garten ist so gut wie wertlos, er ist, da nichts
in ihm wächst, mehr eine Last als ein Vergnügen
. Ein gut besonntes, etwa an einem
Südabhange liegendes Stückchen Land bringt
den doppelten und dreifachen Ertrag wie ein
schlecht besonntes. So muß also, gerade wie
es bei der Wohnung des Menschen der Fall
ARCH. PAUL SCHMITTHENNER s STAAKEN: VIERFAMILIEN-REIHENHÄUSER AN DER DELBRÜCKSTRASZE
24I
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_40_1919/0269