Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 40. Band.1919
Seite: 283
(PDF, 113 MB)
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ARCH. HERMANN MUTHESIUS-NIKOLASSEE

DER MITTELHOF: ZUGANGSWEG VON OSTEN

liegen doch die Räume, die zusammengehören,
nämlich Küche und Eßzimmer mit anschließenden
Wohnzimmern bequem zueinander. Der
Schlafzimmerflügel bildet im Sinn der Bewirtschaftung
eine Abteilung für sich. Die dort
vorzunehmenden Verrichtungen haben ja auch
zur Küche keine weitere Beziehung, zumal für
einen Putz- und Besenraum unmittelbar in Verbindung
mit den Schlafzimmern gesorgt ist.

An eigentlichen Wohnräumen sind außer der
Halle nur drei vorhanden: das Herrenzimmer,
das Empfangs-, zugleich Damen- und Musikzimmer
und das Eßzimmer. Das Eßzimmer ist der
größte Raum des Hauses und erhielt eine bevorzugte
Ausbildung (Abb. S. 292—295). Der 5,90m
breite und einschließlich des Erkers 12 m lange
Raum ist mit einem mächtigen Tonnengewölbe
überdeckt. Er öffnet sich südlich durch einen
ganz in Glas gebildeten, runden Vorbau nach
dem Garten und umschließt an der Hauptaussichtseite
der Südwestecke, eine für den Sommeraufenthalt
bestimmte Veranda. Ein gemütlicher
Kaminerker ist dem Eßzimmer nach
Westen hin angefügt. Unter gewöhnlichen
Verhältnissen ißt die Familie an einem runden

Tisch im halbrunden Süderker. Dort sind die
Fensterbrüstungen ganz niedrig gehalten, so
daß man im Blumengarten selbst zu sitzen
meint. Für einen weiteren 1 Kreis wird an
einem großen, breiten Tisch in der Mitte des
Eßzimmers selbst gedeckt. Die Wände sind
mit eichener Holzvertäfelung verkleidet; die
Decke zeigt stark hervortretende Stuckverzierungen
. Diese Stuckdecke sowie die vollständig
in Travertinstein verkleidete Veranda und Einzelheiten
einiger anderer Räume sind unabhängig
vom Architekten des Hauses von Professor
Lassen eingefügt worden. Die Ausstattung des
Empfangszimmers und des Herrenzimmers ist
noch nicht endgültig, da der Krieg der Fertigstellung
des Hauses mannigfache Hemmnisse
entgegenstellte. Die Halle konnte im großen
und ganzen in denjenigen Zustand versetzt
werden, der ursprünglich beabsichtigt war. Sie
zeigt graugebeizte Kiefernholzverkleidung; auch
der Feuerkamin hat eine reich geschnitzte Umrahmung
aus demselben Holz erhalten (Abb.
S. 290/gi); Der langgestreckte Raum wird durch
einen großen, flachen Erker, der nach dem
Mittelhof hinausgeht, gut beleuchtet. Die

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