http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_40_1919/0403
HILDA LOHSING-MÜNCHEN
FLÜGELDECKE IN BATIKARBEIT
BATIK
Wohl kein Zweig kunstgewerblicher Betätigung
hat sich in den letzten Jahren so
schnell allgemeinen Zugang in Deutschland
gebahnt wie das Batiken. Verschiedene Umstände
haben hierbei fördernd gewirkt, so der
Mangel an Web- und Wirkwaren, das Verbot
der Verwendung und Verarbeitung von
Leinen, Wolle und Baumwollstoffen und das
Brachliegen von Webstühlen zur Herstellung
gemusterter Stoffe. So hat sich denn die Batik
schnell den Markt erobert und stand auf den
letzten Leipziger Messen im Vordergrunde des
Kaufinteresses.
Man führt heute Seidenstoffe zu allen möglichen
Zwecken — wie Decken, Lampen- und
Sonnenschirmen, Blusen, Schlafröcken, Krawatten
u. a. m. — in Batik aus. Im allgemeinen
handelt es sich da um eine recht einfache Technik
, die jeder Laie mit Leichtigkeit erlernen
kann. Es ist dies die sogenannte Wickelbatik,
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