Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 41. Band.1920
Seite: 93
(PDF, 126 MB)
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PH. O. RUNGE

DER MITTAG

günstiges Modell. Von ihrem jugendlichen Liebreiz
überzeugt viel besser die Bleizeichnung, die
Runge 1802 bei einem Sommerbesuch in Wolgast
rasch aus dem Gedächtnis hinsetzte, um
den Eltern und Geschwistern seine Braut zu
zeigen.

Mit all diesem soll eigentlich nur die Schönheit
des Drei-Bildes angedeutet werden. Hier
hat Runge mit der großartigen Symbolsicherheit
in Aufbau und Linienrhythmus, die auch
die Tageszeiten und das Elternbild so gewaltig
macht, das dauernde Gemütsverhältnis der Vereinigten
in einer ewigen „Hieroglyphe" — so

nennt er selbst seine Sinnbilder —■ festgestellt.
Dergleichen ganz ohne jede allegorisch-literarische
Zutat malerisch aussprechen zu können,
dazu bedurfte es einer aufbauenden Arbeit von
ganz besonderer Kraft und Ausdauer und einer
Zielsicherheit, die durchaus erlernt sein muß.
Wo und wie hat Runge, der schlecht ausgebildete
, gerade dies gelernt ? Ich glaube, man
kann darauf wohl eine Antwort finden. —

Die großartigste Offenbarung dieser „intensiven
Größe" ist das Elternbild. Geradheit,
Strenge, Führerschaft -— das ist der Vater.
Daneben die Frau als Gebärerin, als Mutter

Die Kunst für Alle XXXV.

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