Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 41. Band.1920
Seite: 95
(PDF, 126 MB)
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Treue seines starken Herzens schenkte. Das
waren zeichnerische Kompositionen in reiner
Kontur, literarisch-symbolischen oder literarischerzählenden
Inhalts. Der „Triumph des Amor"
gehört hierher und, als wichtigstes, die Beteiligung
an den Weimarer Konkurrenzen. Man
muß nur lesen, wie er unterm 7. August 1801
an Daniel über seinen Skamandros-Entwurf berichtet
! Die Erwägungen, die hier — übrigens
ganz im Sinne Goethes und Meyers — angestellt
und fast bis ins Kleinliche fortgeführt
werden, diese Erwägungen waren es, die das Kompositionsgefühl
verfeinerten und zuschärften, bis

es für die allerleisesten Schwingungen hellhörig
genug war. Bei lebendigerem Gegenstande, bei
aus dem Gehirn ins Herz verlegter Beteiligung,
wurde, was hier Ökonomie ist, Monumentalität.
Und genau so rechnen und klügeln die Propyläen
, wenn sie die eingesandten Preisarbeiten
gegeneinander abwerten. Die Gewissenhaftigkeit
, die sie fordern, ist genau die gleiche, die
das Elternbild zeitlos erhaben macht. Für Goethe
war die Kompositionslogik wohl nur die aller-
anfänglichste Grundlage jeder Kunsterlernung;
und die mögliche Steigerung bis zur Klangfülle
der „Tageszeiten", bis zur tragischen Szenen-

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