Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 41. Band.1920
Seite: 138
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F. A. VON KAULBACH

STUDIENKOPF

Auflockerung der auf die Konturhaftigkeit eingestellten
Malerei bewirkten, so blieb doch auch
in ihrem Werk die Tradition lebendig und wird
verspürt bis herunter in unsere Zeit, bis in die
mittlere Periode Wengleins, Strützels und
Stadlers. Rottmanns heroisches Landschafts-
malertum mußte eine Episode bleiben; sein
Einfluß auf seine Münchner Zeitgenossen darf
nicht überschätzt werden. Gelegentlich begegnet
man ihm bei Teichlein, Metz oder August
Seidel, aber auch diese Künstler, von denen
der letztere noch charakteristischer in der Sammlung
vertreten sein könnte, fanden von dem
philhellenistischen Pathos zurück zu der liebenswürdig
-sinnenfrohen, heiter-erzählenden Art der
Münchner Landschafterschule, die man hier nun
tatsächlich in einer lückenlosen Reihe überblicken
kann, freilich noch verstärkt und vertieft
, wenn man sich im Erdgeschoß des gleichen
Hauses, in der Graphischen Sammlung, die
Mappen mit den Aquarellen und Zeichnungen
der in Frage kommenden Maler vorlegen läßt.

Es wäre noch einiges anzumerken zu den
Werken der Nicht-Landschafter. Spitzweg, der,
als eine Sondererscheinung in allem, auch hier
an der Grenzscheide des den Freiraum umschreibenden
Landschaftsmalers und des die
menschliche Gestalt zum Maß seiner Bilder
nehmenden Figurenmalers steht, kann nun endlich
, nachdem vor zehn Jahren begonnen wurde,
eine einigermaßen repräsentierende Vertretung
dieses Münchner Hauptmeisters in der Pinakothek
zu schaffen, aus einer kleinen gewählten
Kollektion, unter der allerlei Kostbarkeiten sind,

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